26. Internationales BMW 503-Treffen

4.-7. Juni 2015, Darmstadt

zur Fotogalerie

Den Adobe Acrobat Reader herunterladen Diesen Bericht als PDF-Datei herunterladen.


Ankunft am Donnerstag, 4. Juni

„Des wird lusdisch“ stand auf der ersten Seite des Roadbooks, kein Druckfehler sondern hessisch! Und diese Ankündigung sollte sich bewahrheiten, Sylvia und Heinz H. Hucke hatten für die 503 Freunde ein Programm zusammengestellt, welches viel Abwechslung und viel Geselligkeit bot. 20 BMW 503 trafen aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich am Donnerstag im zentral gelegenen Welcome Hotel in Darmstadt ein. Bereits vor dem Abendessen wurden die Teilnehmer zur ersten Sehenswürdigkeit geführt: ein Spaziergang brachte uns auf die Mathildenhöhe, ein einmaliges Ensemble von Jugendstilbauten, das dank der Initiative von Grossherzog Ernst Ludwig ab 1899 entstand. Dieser richtete die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe ein, die bis 1914 aktiv war und deren Bauten (unter anderem der Hochzeitsturm mit seinen fünf Fingern) heute noch zu bestaunen sind. Unter kundiger Führung wurden wir in die Besonderheiten der Jugendstil-Architektur eingeweiht. Die strahlende Sonne liess den Durst zunehmend grösser werden und nach diesem kulturellen Auftakt freuten sich alle Teilnehmer auf den Aperitif. Bei diesem und dem anschliessenden Essen wurden die freundschaftlichen Bande unter den Teilnehmern gepflegt, die 503 Treffen verfügen ja über einen treuen „harten“ Kern an Teilnehmern. Bei bester Stimmung verging der Abend wie im Fluge und der laue Sommerabend lud zu einem Schlummerbecher im Freien ein.

Freitag, 5. Juni

Am Freitagmorgen war die Abfahrtszeit auf 8.45 Uhr festgelegt. Die startenden Motoren von rund zwanzig 503ern brachten die Luftsensoren der Tiefgarage in den Alarmmodus und die Ventilation auf Hochtouren. Ein heisser Tag kündigte sich an (Heinz Hucke hatte seine guten Beziehungen zu Petrus spielen lassen) und bereits vor dem ersten Zwischenhalt in Oppenheim am Rhein, resp. während der Suche des korrekten Parkplatzes in der engen Altstadt, stiegen die Kühlwassertemperaturen beachtlich und bedenklich. In Oppenheim hatten wir Zeit für einen kurzen Stadtrundgang samt Besuch der Katharinenkirche. Unter dem Erdboden liegt in diesem Ort übrigens ein Kellerlabyrinth, das wie ein Schweizer Käse die Altstadt unterhöhlt.

Die 2. Etappe des Vormittages führte uns nach Vendersheim zum Weingut Beiser, wo wir im Schatten grosser Bäume ein üppiges Mahl serviert bekamen, begleitet von edlen Weinen dieses Familienbetriebes. Etliche liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen und füllten den Kofferraumihres 503 mit einigen Kartons Wein. Die dritte Etappe des Tages führte zum Hofgut Laubenheimer Höhe mit grossartigem Panorama, wo Kaffee und Kuchen geboten wurde (niemand musste an diesem Tag Hunger leiden!). Schliesslich ging es zurück nach Darmstadt, wo wir um 19.00 Uhr mit dem Bus zur Burg Frankenstein gefahren wurden. Der Herr Graf und sein Monster waren allerdings (glücklicherweise) nicht anwesend, dafür erwarteten uns ein Aperitif im Freien und danach ein leckeres Buffet im Lokal. Auch an diesem Abend vergingen die Stunden viel zu schnell, aber auf dem Rückweg zum Bus fand sich doch die Gelegenheit, die internationalen Bande innerhalb des 503 Freundeskreises in der Hochzeitskapelle der Burg zu festigen …

Ein letzter Drink vor dem Hotel liess den ausgesprochen heissen Tag ausklingen, ein Tag, der unseren Wagen doch etwas zu schaffen gemacht hatte: kaum einer, der nicht über einen stotternden, ruckelnden oder gänzlich den Dienst verweigernden Motor berichten konnte. Die Wagen konnten sich in der Kühle der Garage und die Fahrer und BeifahrerInnen im Zimmer erholen und für den Samstag fit machen.

Samstag 6. Juni

Der Samstag versprach wiederum heiss und auch gewittrig zu werden, was sich durch einen Regenschauer während des Frühstücks verifizieren liess. Das Timing war allerdings perfekt, pünktlich zur Abfahrt zeigte sich die Sonne. Die Ausfahrt aus der Tiefgarage erwies sich allerdings als tückisch, nicht alle Ausfahrtickets taten ihren Dienst. Die Motoren liefen mit der Ventilation um die Wette und erst der beherzte Werkzeugeinsatz eines anonym bleiben wollenden 503 Freundes an der Ausfahrschranke ermöglichte uns freie Fahrt. Diese führte durch das Gebiet des Odenwaldes nach Michelstadt, wo wir während einer einstündigen Führung durch den historischen Stadtkern allerlei Interessantes und Historisches erfuhren. Danach ging es mit etwas Verspätung nach Neunkirchen zum Mittagessen, während dem Heinz uns unser Erinnerungsstück ans diesjährige Treffen überreichte: einen Bembel für Äppelwoi, einer Spezialität der Region. Übrigens: Äppelwoi wird stilecht aus dem „Gerippten“ getrunken! Alles klar?

Nach dem Essen ging es unter dunkel drohenden Wolken hindurch (die auch einige Liter Wasser über unsere Fahrzeuge ausgossen) nach Heppenheim („Vettelheim“), wo eine kurze Besichtigung des Ortskerns eingeplant war. Danach wurden wir auf der Weinterrasse im Rebmuttergarten bewirtet, bevor es die Strecke zurück zum Hotel unter die Räder zu nehmen galt. Auf dem Karolinenplatz wurden die 503er vor dem Mollerbau aufgestellt, ein schönes Bild für uns und interessierte Darmstädter.

Zum Abendessen marschierten wir ins nahe gelegene Restaurant Sitte. Der Aperitif wurde uns stilgerecht auf dem Parkplatz kredenzt (wo sonst soll ein Autoclub auch platziert werden?), das folgende Essen war ausgezeichnet und das Lokal stimmungsvoll. Franz Schöfmann bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Sylvia und Heinz H. Hucke für die Organisation des diesjährigen Treffens. Die Teilnehmer durften sich auf ein perfektes Roadbook verlassen, durchfuhren abwechslungsreiche Strecken und haben alle mindestens 2 Kilo zugenommen! Im Ernst: Wir alle haben die Zeit in Darmstadt, in den Weinbergen und im Odenwald sehr genossen und viele fröhliche Stunden verlebt. Herzlichen Dank an Sylvia und Heinz, des war lusdisch!

Das nächste Treffen wird durch Christine und Manfred Saitner in Weissenburg in Bayern ausgerichtet, dass es nach dem Treffen in Darmstadt unser Gastroenterologe ist, der einlädt, ist doch mehr als stimmig. Herzlichen Dank im Voraus an Christine und Manfred, wir freuen uns.

Beat Gontersweiler