29. internationales BMW 503 Treffen

14.–17. Juni 2018 in Donaustauf / Regensburg







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„Nomen est omen“, das wussten schon die alten Römer. Aber im Falle des diesjährigen BMW 503 Treffens bei Regensburg traf dieses Sprichwort glücklicherweise nicht zu: der Himmel präsentierte sich meist in den BMW Farben blau-weiss und die Temperaturen waren perfekt für Mensch und Maschine. Einem gelungenen Treffen stand also nichts im Wege, und das wurde es auch. Traudl und Wolfgang Schneider, langjährige, genau genommen ständige Gäste an den 503 Treffen mit ihrem weissen 502 Coupé (Kosename: „Schneider Weisse“), waren die Organisatoren. Unterstützung erhielten sie durch Gaby und Franz Schöfmann.

20 Fahrzeuge aus drei Ländern folgten der Einladung nach Regensburg und ihre Insassen bezogen Quartier im frisch renovierten Posthotel „Forster’s“ in Donaustauf. Wie jedes Jahr waren viele bekannte Gesichter auszumachen (der harte Kern, auf den man zählen kann), aber auch Neuzugänge wurden herzlich begrüsst. In zwei Autos war bereits die dritte Generation Teilnehmer zu sehen, die 503 Gemeinde scheint keine Nachwuchsprobleme zu haben!

Ankunft am Donnerstag, 14. Juni

Doch nun der Reihe nach: am Donnerstagabend war offizieller Auftakt mit dem inzwischen traditionellen Sektempfang, gefolgt von der Begrüssung durch Wolfgang Schneider. „Bayern, Bier und BMW“ stellte er in Aussicht, und alle drei Versprechen sollten gehalten werden. Ein gutes Essen vom Buffet sorgte zusammen mit den absolvierten Autobahnkilometern im 503 für die nötige Bettschwere.

Freitag, 15. Juni

Am Freitagmorgen führte uns ein Bus an Regensburg vorbei zum Kloster Weltenburg, welches am Ufer der Donau liegt und sich durch eine kunstreiche Kirche (erbaut durch die Gebrüder Asam) sowie einen sehr weltlichen Biergarten auszeichnet. In diesem Fall trifft „nomen est omen“ zu!

Nach Besichtigung und Stärkung führte ein kurzer Fussmarsch zum Schiffsanleger, bei welchem wir ein Kursschiff bestiegen, welches uns durch den landschaftlich imposanten Donaudurchbruch nach Kehlheim brachte. Hier erwarte die trockenen Kehlen eine Besichtigung der (wie könnte es auch anders sein!) „Schneider Weisse“ Brauerei. Nach einem ersten Schluck zum Empfang wurden wir durch die Brauerei geführt, die inzwischen in 6. Generation durch die Familie Schneider (leider nicht verwandt und nicht verschwägert mit Wolfgang) geführt wird. Den Abschluss unseres Besuches bildet das Mittagessen im Brauerei eigenen Restaurant, verbunden mit einer Verkostung von sieben verschiedenen Weissbieren. Damit waren zwei Versprechen bereits am ersten Tag eingelöst worden.

Mit dem Bus ging es nach Regensburg, wo sich die Gruppe in Fussgänger und Nichtfussgänger teilte für eine Führung durch diese vom Krieg weitgehend verschonte Stadt. Viel historische Bausubstanz ist zu bewundern, überragt vom beeindruckenden Dom. Wir erfuhren Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte der Stadt, in der heute eine entspannte, friedliche Stimmung zu herrschen scheint. Zum Abendessen fanden sich alle im Brauereigasthof „Kneitinger“ ein, ein uriges Lokal, das niemand hungrig oder durstig verliess. Vor 21.00 Uhr waren wir wieder beim Hotel, ein Absacker im Garten liess sich daher nicht vermeiden.

Samstag 16. Juni

Am Samstagmorgen ging es erst um 9.00 mit dem 503 los, ein wenig Ausschlafen war also möglich. Die erste Kurzetappe führte zur Walhalla, die neben dem Ort Donaustauf am Hang oberhalb der Donau thront. Erbaut von 1830 bis 1842 durch König Ludwig I. hat sie die Form eines griechischen Tempels und ist eine Art Ruhmeshalle für Menschen deutscher Muttersprache. Selbst ein paar Schweizer haben darin Asyl gefunden! Ein eindrücklicher Bau an bester Lage und mit einem phantastischen Blick in die Weite des Landes. Die anfängliche Vermutung, der Tempel sei eine Leihgabe der Griechen als Pfand für all die Euromillionen, die sie von Deutschland erhalten haben, erwies sich als falsch. Er ist eine Replica!

Nach dem Gruppenfoto mit unseren 503ern auf dem Parkplatz ging es weiter durch das Regental, welches uns mit Sonne verwöhnte, zur Burg Falkenstein (nicht Frankenstein, die war beim Darmstädter Treffen 2015) zum Mittagessen. Im Innern der Burg, aber an der frischen Luft, konnten leere Mägen gefüllt werden. Und wer danach das Bedürfnis nach körperlicher Betätigung verspürte, dem wurde die Besteigung des Turmes empfohlen. Der Aufstieg lohnte sich, insbesondere der Anblick wegfahrender 503er aus der Vogelperspektive war etwas Besonderes.

Die nächste Etappe brachte uns zu einem stillgelegten Schmucksteinbergwerk in Bach (Ortsname!), welches die Kälteresistenten unter uns besichtigen konnten. Ausgerüstet mit Helm und Lampe zeigte uns ein kompetenter Führer was wo wie abgebaut wurde. Eine kurze Schlussetappe brachte uns entlang der Donau zurück zum Hotel, unter die Dusche und zum Aperitif mit anschliessendem Essen.

Wie immer unter den 503ern war die Stimmung während des ganzen Treffens familiär, herzlich und entspannt. Ein echter Freundeskreis eben.

Das Programm war nicht überladen, so dass sich viel Zeit zur Pflege der Freundschaften fand und ein allfälliges Falschfahren auf einer Etappe keinen Stress auslöste: bei nur gut 120 km Strecke durften es auch ein paar Mehrkilometer sein!

Traudl und Wolfgang Schneider sei an dieser Stelle herzlich für die Organisation und die Durchführung des Treffens gedankt. Ein gut gewählter Ort, ein abwechslungsreiches Programm, ein perfektes Roadbook (Danke hierfür auch an Schöfmanns), was will man mehr!

Im kommenden Jahr, zum 30. Internationalen 503 Treffen, wird Martin Bertschinger in die Schweiz einladen, vielen Dank im Voraus.

PS: Auf den letzten Kilometern der Heimfahrt nach Zürich holte uns dann der Regen doch noch ein! So ganz falsch lagen die Römer also doch nicht.

Beat Gontersweiler