Veranstalter ist Christoph Schmidt und Slawa Bader
Ver
Der Freundeskreis BMW 503
Veranstalter ist Christoph Schmidt und Slawa Bader
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Prolog
Das 36. BMW 503 Treffen hätte ja im Jahre 2025 bei Münster stattfinden sollen. Die zu geringe Zahl von Anmeldungen bis Nennschluss führte aber zur Absage, was eine Premiere für den Freundeskreis 503 darstellte und die weitere Ausrichtung von 503 Treffen in Frage stellte. Um in Erfahrung zu bringen, woran die letztjährige Absage wohl lag, wurde unter den 503 FahrerInnen eine Umfrage durchgeführt, um den Puls zu fühlen und für zukünftige OrganisatorInnen Anhaltspunkte zu haben, was denn gewünscht ist und was eher oder gar nicht. Eine entsprechende Auswertung wurde allen Mitgliedern des Freundeskreises zugestellt.
Für unseren Obmann Franz Schöfmann war es nun (ohne Treffen) eine Herausforderung, für 2026 jemanden zu finden, der oder die sich als Organisator(in) zur Verfügung zu stellt. In der Person von Renate Kappus meldete sich schliesslich jemand, der auch der festen Überzeugung war, die 503 Treffen müssten eine Zukunft haben.
36. BMW 503 Treffen bei Frankfurt
Renate Kappus lud also uns 503 Freunde nach Orschel (für Nicht-Hessen: Oberursel) ein, die 219. grösste Stadt Deutschlands (wichtig zu wissen), im Taunus gelegen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankfurt am Main. Im Namen des Freundeskreises 503 rief uns Renate und der «harte Kern» kam beinahe vollzählig!
Die Anfahrten waren unterschiedlich in der Länge, aber eines war allen gemeinsam: die Sonne brannte erbarmungslos auf Mensch und Maschine vom Himmel (und tat das auch während der gesamten Dauer des Treffens). Einige Teilnehmer entschieden sich deshalb, klimatisiert anzureisen, was zur Folge hatte, dass auch einige Z8 in den Reihen der 503 standen. Insgesamt 14 Fahrzeuge samt Besatzung fanden den Weg ins Elaya Hotel und daselbst ins Parkhaus, welches mit einer launischen Schranke die Ein- und Ausfahrten immer mal wieder zu einem Glückspiel werden liess.
Frühanreisenden wurde bereits am Mittwoch ein Ausflug nach Frankfurt samt Abendessen in einer Apfelweinwirtschaft angeboten (man ist in schliesslich Hessen).
Am Donnerstag (immer noch vor dem «offiziellen» Start des Treffens) gab es zur Einstimmung eine gemeinsame Ausfahrt zur Klassikstadt Frankfurt. Der Chronist stand zu dieser Zeit noch im vierspurigen Stau auf der A5 und beobachtete neben dem Stop-and-Go Geschehen auch aufmerksam die Temperaturanzeige des Motors. Glücklicherweise überstanden Auto und Fahrer das ohne grössere Probleme (beim Fahrer musste Flüssigkeit nachgefüllt werden, beim 503 nicht!) und so traf man sich im Garten des Hotels neben einem schönen Teich voller laut quakender Frösche zum traditionellen Sektempfang.
Renate Kappus begrüsste uns mit wohl gewählten Worten in ihrer Heimatstadt. Mit dabei war Überraschungsgast Stefan Quandt, seines Zeichens Grossaktionär der BMW AG, der uns mit seinem 507 besuchte. Das Abendessen fand in gewohnt entspannter, freundschaftlicher Atmosphäre im Garten statt. Es gab viel zu erzählen, schliesslich hatte man sich ja zwei Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen. Der Temperatur (und vielleicht dem Alter) geschuldet löste sich die Runde aber früher als auch schon auf, schliesslich galt es, am Freitag etliche Kilometer unter die Räder zu nehmen.
Der Freitag begrüsste uns mit viel Sonne und blauem Himmel und einem Blick auf die Skyline von «Mainhattan». Die Motoren wurden um 9.00 Uhr gestartet und die abwechslungsreiche Fahrt zum «Nationalen Automuseum – The Loh Collection» konnte beginnen. Der unterwegs in Weilburg geplante Fotostopp fiel einem gesperrten Parkplatz zum Opfer, führte aber zu allerhand Verwirrung bezüglich der weiteren Route und zu heissen Köpfen und Motoren. Schliesslich trafen aber alle Wagen vor dem Museum des Herrn Loh ein und durften sich dort für ein Fotoshooting im Halbkreis platzieren. Nach einem Snack vom Foodtruck ging es auf eine Führung durch das Museum, welches bis vor 3 Jahren der Öffentlichkeit nicht zugänglich war und heute (wohl zu Recht) den Namen «Nationales Automuseum» trägt. In alten Industriehallen wird eine Sammlung von Fahrzeugen allen Alters präsentiert, die seines Gleichen sucht. Einzelstücke, limitierte Serien, historisch relevante Fahrzeuge, alles findet sich da perfekt präsentiert und manch einer wäre sicher schon stolz, er hätte all diese Autos im Massstab 1:43! Ein aussergewöhnliches Museum, das den Besuch lohnt!
Ohne Zwischenstopp fuhr man anschliessend zurück zum Hotel und freute sich auf Flüssigkeit von aussen (sprich Dusche) und solche im Innern (auch bekannt als Bier). Ein Aperitif stimmte auf das Abendessen ein, welches diesmal im klimatisierten Speisesaal serviert wurde. An der frischen Luft gab es danach den einen oder anderen Absacker in Gesellschaft der bereits früher erwähnten, kommunikativen Frösche.
Auch der Samstag zeigt kein Mitleid mit Mensch und Material, das Wetter war schlicht und ergreifend hochsommerlich heiss. Um 9.00 Uhr hiess es «Ladies and Gentlemen, start your engines» und die kurvenreiche Strecke durch das Wispertal in den Rheingau wurde unter die Räder genommen. Ziel war das Weingut Kreis in Hallgarten, in welchem wir allerlei Wissenswertes zum Winzern im Rheingau erfuhren und (die BeifahrerInnen) die verschiedenen Erzeugnisse verkosten durften. Die eine oder andere Kiste Wein fand anschliessend ihren Weg in die Kofferräume. Eine einfache, aber schmackhafte Mahlzeit im Weingut stärkte uns für die Weiterfahrt. Letztere gestaltete sich aber für unseren «Dauergast» Wolfgang mit seinem weissen 502 Coupé nicht wie gewünscht, ein geplatzter Kühlerschlauch führte zu einer Wasserlache unter dem Fahrzeug, welche auch dem Laien nichts Gutes verhiess. Getreu der Devise «Dem Ingenieur ist nichts zu schwör» stieg Wolfgang in seinen Mechaniker Anzug und begann die grosse Zerlegung seines 502. Leider zeigt sich, dass der heroische Einsatz nicht wirklich belohnt wurde, das Auto musste schlussendlich doch aufgeladen werden und hat inzwischen auf fremder Achse die heimischen Gefilde wieder erreicht. Diesmal leider «Schneider heisse» statt «Schneider Weisse». Ob Wolfgang zwischenzeitlich «Schneider Sch…» dachte, entzieht sich unserer Kenntnis…
Durch den Taunus führte die Heimfahrt uns Glücklichere zum Hotel und sie zog sich doch einigermassen in die Länge, vielleicht war diese Empfindung aber auch der Hitze geschuldet.
Übrigens: Anstelle eines Roadbooks fuhren wir in diesem Jahr nach Routen, welche uns mit Hilfe eines Links auf Google Maps gegeben wurden. Das erwies sich als nicht unproblematisch, einerseits ist Google Maps auf eine stabile Internetverbindung angewiesen (was nicht überall entlang der Strecke gegeben war) und andererseits laufen die Mobiltelefone im wahrsten Sinne des Wortes heiss und leeren ihre Akkus in einem halben Tag. Wir alle waren uns einig, dies ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Auf jeden Fall ist eine wirklich brauchbare, detaillierte Karte ein wichtiges Hilfsmittel als Ergänzung zu jeder Form der Streckenführung.
Zurück im Hotel wurde uns ein Aperol Spritz Aperitif kredenzt und man tauschte sich frisch geduscht und nur wenig aufgebrezelt (es war immer noch zu warm!) aus. Ein gut gekochtes Abendessen erwartete uns und versprach einen freundschaftlichen Abend. Dem war auch so und nur der Beginn des Fussballspieles Deutschland – Elfenbeinküste liess einige von uns die Runde früher verlassen (sie wären wohl besser geblieben…).
Während des Essens ergriff (auch das eine Tradition) Franz Schöfmann das Wort, erstens um Renate Kappus und ihrem Partner Jan Frese herzlich im Namen aller Anwesenden für die Durchführung des 37. Treffens zu danken und zweitens zu verkünden, dass das 38. Treffen im 2027 in der Region Chiemgau stattfinden wird (und zwar nicht im Hochsommer). Ausrichter werden Slawa Bader und Christoph Schmidt sein. Herzlichen Dank an die Beiden schon jetzt.
Der Chronist möchte sich dem Dank an Renate und Jan anschliessen, sie haben mit der Organisation des diesjährigen Treffens dafür gesorgt, dass die schöne Tradition der 503 Treffen weiterlebt und der Freundeskreis seinem Namen gerecht werden kann. Es war einmal mehr wie ein stressfreies Familientreffen und einfach schön.
Epilog
Wie eingangs erwähnt, war es alles andere als selbstverständlich, dass sich der BMW 503 Freundeskreis in diesem Jahr treffen konnte. Diese Unsicherheit rüttelte aber auf und der Ausfall des Treffens im 2025 zeigte uns allen den Stellenwert dieser Zusammenkünfte. Und so kommt es, dass die Zukunft der 503 Treffen vorerst gesichert scheint: nicht weniger als vier Mitglieder des Freundeskreises haben sich als zukünftige Ausrichter zu erkennen gegeben! Ein klares Bekenntnis zur Freundschaft, die bei uns gepflegt wird.
Beat Gontersweiler
Da bis zum Meldeschluss „Ende März 2025“ nur 5 x 503-Fahrzeuge genannt hatten, musste dieses Treffen leider abgesagt werden.