Veranstalter ist Christoph Schmidt und Slawa Bader
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Der Freundeskreis BMW 503
Veranstalter ist Christoph Schmidt und Slawa Bader
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Prolog
Das 36. BMW 503 Treffen hätte ja im Jahre 2025 bei Münster stattfinden sollen. Die zu geringe Zahl von Anmeldungen bis Nennschluss führte aber zur Absage, was eine Premiere für den Freundeskreis 503 darstellte und die weitere Ausrichtung von 503 Treffen in Frage stellte. Um in Erfahrung zu bringen, woran die letztjährige Absage wohl lag, wurde unter den 503 FahrerInnen eine Umfrage durchgeführt, um den Puls zu fühlen und für zukünftige OrganisatorInnen Anhaltspunkte zu haben, was denn gewünscht ist und was eher oder gar nicht. Eine entsprechende Auswertung wurde allen Mitgliedern des Freundeskreises zugestellt.
Für unseren Obmann Franz Schöfmann war es nun (ohne Treffen) eine Herausforderung, für 2026 jemanden zu finden, der oder die sich als Organisator(in) zur Verfügung zu stellt. In der Person von Renate Kappus meldete sich schliesslich jemand, der auch der festen Überzeugung war, die 503 Treffen müssten eine Zukunft haben.
37. BMW 503 Treffen bei Frankfurt
Renate Kappus lud also uns 503 Freunde nach Orschel (für Nicht-Hessen: Oberursel) ein, die 219. grösste Stadt Deutschlands (wichtig zu wissen), im Taunus gelegen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankfurt am Main. Im Namen des Freundeskreises 503 rief uns Renate und der «harte Kern» kam beinahe vollzählig!
Die Anfahrten waren unterschiedlich in der Länge, aber eines war allen gemeinsam: die Sonne brannte erbarmungslos auf Mensch und Maschine vom Himmel (und tat das auch während der gesamten Dauer des Treffens). Einige Teilnehmer entschieden sich deshalb, klimatisiert anzureisen, was zur Folge hatte, dass auch einige Z8 in den Reihen der 503 standen. Insgesamt 14 Fahrzeuge samt Besatzung fanden den Weg ins Elaya Hotel und daselbst ins Parkhaus, welches mit einer launischen Schranke die Ein- und Ausfahrten immer mal wieder zu einem Glückspiel werden liess.
Frühanreisenden wurde bereits am Mittwoch ein Ausflug nach Frankfurt samt Abendessen in einer Apfelweinwirtschaft angeboten (man ist in schliesslich Hessen).
Am Donnerstag (immer noch vor dem «offiziellen» Start des Treffens) gab es zur Einstimmung eine gemeinsame Ausfahrt zur Klassikstadt Frankfurt. Der Chronist stand zu dieser Zeit noch im vierspurigen Stau auf der A5 und beobachtete neben dem Stop-and-Go Geschehen auch aufmerksam die Temperaturanzeige des Motors. Glücklicherweise überstanden Auto und Fahrer das ohne grössere Probleme (beim Fahrer musste Flüssigkeit nachgefüllt werden, beim 503 nicht!) und so traf man sich im Garten des Hotels neben einem schönen Teich voller laut quakender Frösche zum traditionellen Sektempfang.
Renate Kappus begrüsste uns mit wohl gewählten Worten in ihrer Heimatstadt. Mit dabei war Überraschungsgast Stefan Quandt, seines Zeichens Grossaktionär der BMW AG, der uns mit seinem 507 besuchte. Das Abendessen fand in gewohnt entspannter, freundschaftlicher Atmosphäre im Garten statt. Es gab viel zu erzählen, schliesslich hatte man sich ja zwei Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen. Der Temperatur (und vielleicht dem Alter) geschuldet löste sich die Runde aber früher als auch schon auf, schliesslich galt es, am Freitag etliche Kilometer unter die Räder zu nehmen.
Der Freitag begrüsste uns mit viel Sonne und blauem Himmel und einem Blick auf die Skyline von «Mainhattan». Die Motoren wurden um 9.00 Uhr gestartet und die abwechslungsreiche Fahrt zum «Nationalen Automuseum – The Loh Collection» konnte beginnen. Der unterwegs in Weilburg geplante Fotostopp fiel einem gesperrten Parkplatz zum Opfer, führte aber zu allerhand Verwirrung bezüglich der weiteren Route und zu heissen Köpfen und Motoren. Schliesslich trafen aber alle Wagen vor dem Museum des Herrn Loh ein und durften sich dort für ein Fotoshooting im Halbkreis platzieren. Nach einem Snack vom Foodtruck ging es auf eine Führung durch das Museum, welches bis vor 3 Jahren der Öffentlichkeit nicht zugänglich war und heute (wohl zu Recht) den Namen «Nationales Automuseum» trägt. In alten Industriehallen wird eine Sammlung von Fahrzeugen allen Alters präsentiert, die seines Gleichen sucht. Einzelstücke, limitierte Serien, historisch relevante Fahrzeuge, alles findet sich da perfekt präsentiert und manch einer wäre sicher schon stolz, er hätte all diese Autos im Massstab 1:43! Ein aussergewöhnliches Museum, das den Besuch lohnt!
Ohne Zwischenstopp fuhr man anschliessend zurück zum Hotel und freute sich auf Flüssigkeit von aussen (sprich Dusche) und solche im Innern (auch bekannt als Bier). Ein Aperitif stimmte auf das Abendessen ein, welches diesmal im klimatisierten Speisesaal serviert wurde. An der frischen Luft gab es danach den einen oder anderen Absacker in Gesellschaft der bereits früher erwähnten, kommunikativen Frösche.
Auch der Samstag zeigt kein Mitleid mit Mensch und Material, das Wetter war schlicht und ergreifend hochsommerlich heiss. Um 9.00 Uhr hiess es «Ladies and Gentlemen, start your engines» und die kurvenreiche Strecke durch das Wispertal in den Rheingau wurde unter die Räder genommen. Ziel war das Weingut Kreis in Hallgarten, in welchem wir allerlei Wissenswertes zum Winzern im Rheingau erfuhren und (die BeifahrerInnen) die verschiedenen Erzeugnisse verkosten durften. Die eine oder andere Kiste Wein fand anschliessend ihren Weg in die Kofferräume. Eine einfache, aber schmackhafte Mahlzeit im Weingut stärkte uns für die Weiterfahrt. Letztere gestaltete sich aber für unseren «Dauergast» Wolfgang mit seinem weissen 502 Coupé nicht wie gewünscht, ein geplatzter Kühlerschlauch führte zu einer Wasserlache unter dem Fahrzeug, welche auch dem Laien nichts Gutes verhiess. Getreu der Devise «Dem Ingenieur ist nichts zu schwör» stieg Wolfgang in seinen Mechaniker Anzug und begann die grosse Zerlegung seines 502. Leider zeigt sich, dass der heroische Einsatz nicht wirklich belohnt wurde, das Auto musste schlussendlich doch aufgeladen werden und hat inzwischen auf fremder Achse die heimischen Gefilde wieder erreicht. Diesmal leider «Schneider heisse» statt «Schneider Weisse». Ob Wolfgang zwischenzeitlich «Schneider Sch…» dachte, entzieht sich unserer Kenntnis…
Durch den Taunus führte die Heimfahrt uns Glücklichere zum Hotel und sie zog sich doch einigermassen in die Länge, vielleicht war diese Empfindung aber auch der Hitze geschuldet.
Übrigens: Anstelle eines Roadbooks fuhren wir in diesem Jahr nach Routen, welche uns mit Hilfe eines Links auf Google Maps gegeben wurden. Das erwies sich als nicht unproblematisch, einerseits ist Google Maps auf eine stabile Internetverbindung angewiesen (was nicht überall entlang der Strecke gegeben war) und andererseits laufen die Mobiltelefone im wahrsten Sinne des Wortes heiss und leeren ihre Akkus in einem halben Tag. Wir alle waren uns einig, dies ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Auf jeden Fall ist eine wirklich brauchbare, detaillierte Karte ein wichtiges Hilfsmittel als Ergänzung zu jeder Form der Streckenführung.
Zurück im Hotel wurde uns ein Aperol Spritz Aperitif kredenzt und man tauschte sich frisch geduscht und nur wenig aufgebrezelt (es war immer noch zu warm!) aus. Ein gut gekochtes Abendessen erwartete uns und versprach einen freundschaftlichen Abend. Dem war auch so und nur der Beginn des Fussballspieles Deutschland – Elfenbeinküste liess einige von uns die Runde früher verlassen (sie wären wohl besser geblieben…).
Während des Essens ergriff (auch das eine Tradition) Franz Schöfmann das Wort, erstens um Renate Kappus und ihrem Partner Jan Frese herzlich im Namen aller Anwesenden für die Durchführung des 37. Treffens zu danken und zweitens zu verkünden, dass das 38. Treffen im 2027 in der Region Chiemgau stattfinden wird (und zwar nicht im Hochsommer). Ausrichter werden Slawa Bader und Christoph Schmidt sein. Herzlichen Dank an die Beiden schon jetzt.
Der Chronist möchte sich dem Dank an Renate und Jan anschliessen, sie haben mit der Organisation des diesjährigen Treffens dafür gesorgt, dass die schöne Tradition der 503 Treffen weiterlebt und der Freundeskreis seinem Namen gerecht werden kann. Es war einmal mehr wie ein stressfreies Familientreffen und einfach schön.
Epilog
Wie eingangs erwähnt, war es alles andere als selbstverständlich, dass sich der BMW 503 Freundeskreis in diesem Jahr treffen konnte. Diese Unsicherheit rüttelte aber auf und der Ausfall des Treffens im 2025 zeigte uns allen den Stellenwert dieser Zusammenkünfte. Und so kommt es, dass die Zukunft der 503 Treffen vorerst gesichert scheint: nicht weniger als vier Mitglieder des Freundeskreises haben sich als zukünftige Ausrichter zu erkennen gegeben! Ein klares Bekenntnis zur Freundschaft, die bei uns gepflegt wird.
Beat Gontersweiler
Da bis zum Meldeschluss „Ende März 2025“ nur 5 x 503-Fahrzeuge genannt hatten, musste dieses Treffen leider abgesagt werden.








Nach Altötting in Oberbayern reisen üblicherweise streng gläubige Katholiken, um der dortigen Gnadenkapelle einen Besuch abzustatten. Da sie solches gerne, oft und in grosser Zahl tun, nennt sich das Wallfahren. Ende Juni 2024 aber pilgerte eine Gruppe begeisterter BMW 503 Fahrer an diesen berühmten Ort, denn Susanne Heilmann und Michael Beier luden zum traditionellen Treffen des BMW 503 Freundeskreises ein. Es war dies das 35. Treffen, kaum zu glauben aber wahr! 21 Fahrzeuge, 503er und einige andere BMWs von 503 Freunden (und ein ADAC-Ersatzfahrzeug…) machten sich auf die Fahrt nach Oberbayern. Wie es sich im Sommer 2024 gehörte, öffnete der Himmel auf der Hinfahrt zwischenzeitlich sämtliche Schleusen, so dass man sich eher in einem U-Boot denn wie in einem Auto fühlte. Aber etwas (Selbst-)Kasteiung muss auf einer Pilgerfahrt wohl sein… Nach Ankunft im schön gelegenen Hotel «Münchner Hof» (ein ehemaliges Chorherrenstift) am Kapellplatz und dem freudigen Wiedersehen mit «alten» Freunden waren die Strapazen der Anreise schnell vergessen, und das Treffen konnte beginnen. Susanne und Michael begrüssten uns beim traditionellen Aperitif, verteilten die Startnummern, die Roadbooks und die Geschenke (interessant: anstelle der sonst üblichen zwei Flaschen Wasser fanden sich zwei Biere und eine kleine Flasche Wein in der Tüte! Wir waren halt in Bayern…). Ein feines Abendessen, anregende, freundschaftliche Gespräche und ein Schlummerbecher im Freien (Petrus war ab jetzt dem Treffen gut gesinnt) liessen die Stunden wie im Flug vergehen.
Zeitig aufstehen hiess es am Freitag, um 8.45 Uhr mussten wir aus der Tiefgarage los in Richtung Bayrisches Alpenvorland. Wer noch etwas verschlafen in die Garage ging, wurde spätestens dort durch einen Alarm geweckt: der Schadstoffsensor im Parkhaus ist wohl nicht mehr an Autos ohne Katalysator gewöhnt… Glücklicherweise wurden weder ein Feuerwehreinsatz noch eine Sprinkleranlage ausgelöst!
Die abwechslungsreiche Fahrt führte uns durch viele kleine Orte und über Berg und Tal bis wir alle schliesslich um 10.00 Uhr beim «EFA – Mobile Zeiten-Automobilmuseum» in Amerang eintrafen und daselbst eine Führung durch die beeindruckende private Sammlung erhielten. So erfuhren wir vom Enkel des Sammlers persönlich, wie man es zu solch einem Museum bringt: Ernst Freiberger Senior war einer der grössten Eiskrem Produzenten Deutschlands und hatte während der olympischen Sommerspiele 1974 in München das Monopol (!) für den Eisverkauf im Umfeld der Spiele. Zu seinem 60. Geburtstag schenkte ihm seine Frau (verdient auch ein Ausrufezeichen!) einen Mercedes Oldtimer und infizierte ihn damit mit einem Virus, das wir alle mehr oder weniger kennen. Innerhalb von nur zwei Jahren kaufte sich Herr Freiberger eine stattliche Anzahl Autos (auch die Ikonen von BMW wie 328, 507 und M1 fehlen nicht) und baute sich anschliessend auch gleich ein eigenes Museum, um seine Schätze zu präsentieren. Viel gab es zu sehen und zu bestaunen, schliesslich siegte aber der Hunger über den Wissensdurst und wir durften uns bei einem Weisswurstessen stärken (natürlich rechtzeitig vor 12.00 Uhr, denn Bayerische Weißwürste dürfen ja bekanntlich nicht das Zwölf-Uhr-Läuten hören. Wir gaben unser Bestes!). Die anschliessende Fahrt führte uns in die Berge auf die Deutsche Alpenstrasse und zu Kaffee und Kuchen in der Villa Mittermaier, wo die letztes Jahr verstorbene Skirennfahrerin Rosi Mittermaier als Kind lebte. Untypisch für den Sommer 24 suchten für einmal alle Schutz vor der Sonne (und nicht vor dem Regen) unter einem Schirm, denn die Nachmittagssonne schien nach Kräften vom Himmel, und manche Verdecke wurden zwecks Schatten geschlossen. An der Chiemgau-Arena (einem Biathlon Stadium) vorbei ging es zurück in Richtung Altötting, die gesamte Fahrt war rund 190 km lang. DAEAF – Duschen, Aperitif, Essen, Absacker, Freundschaftspflege: das war das Programm nach Rückkehr im Hotel.
Der Samstag begann wie der Freitag: Glockengeläut um 6.00 Uhr, Sonne, frühes Frühstück, Alarm in der Tiefgarage und Abfahrt um 8.45 Uhr. Auch heute war die Strecke wieder passend für unsere 503er ausgesucht und bot viel Abwechslung. So durchfuhren wir unter vielen anderen Orten die Ortschaft Burghausen mit der weltweit längsten Burganlage (rund 1 km Länge) und einem Projekt zur Aufzucht von Waldrappen (das sind keine schwarzen Pferde unter Bäumen, sondern Vögel). Über die Salzach fuhren wir nach Österreich, was unserem Treffen einen noch internationaleren Touch gab. Nach rund 30 km im Nachbarland ging es von Oberndorf über eine historische Stahlbrücke, welche im Jahr 1901-03 vom österreichischen Kaiser Franz Josef 1. und Prinz Luitpold von Bayern erbaut wurde,wieder zurück nach Deutschland und daselbst zur Ortschaft Anger, genauer zum «Hans-Peter Porsche Traumwerk». Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein architektonisch spannend gestaltetes Museum eines Enkels von Ferdinand Porsche, der sich dem Sammeln von Modelleisenbahnen und altem Blechspielzeug verschrieben hat. Zwei Führerinnen zeigten uns die umfangreiche, sehr schön präsentierte Ausstellung, die voller kleiner Preziosen ist. Wunderschöne, liebevoll gestaltete Blechspielzeuge, die wohl schon immer für die Meisten unerschwinglich waren, und eine eindrückliche Sammlung von Modelleisenbahnen samt einer funktionierenden, riesigen Anlage mit bis zu 60 Zügen der Spur HO zogen auch uns «Autophile» in ihren Bann. Ein paar wenige Autos dürfen natürlich im Museum eines Abkömmlings der Familie Porsche nicht fehlen, es sind aber in der Tat recht wenige. Ein Museum, das einen Besuch aber dennoch auf jeden Fall lohnt. Eine kurze Fahrt brachte uns zum «Landgasthof Helminger» zum Mittagessen, welches wir in einem lauschigen Garten zu uns nahmen. Nach dem Beantworten eines Fragebogens zu Themen rund um die Marke BMW ging es bestens verpflegt auf die letzte Etappe zurück nach Altötting, wo wir Mitte Nachmittag eintrafen und uns anschliessend zu einer «Stadtführung der Sinne» trafen. Nach Erläuterungen zur Gnadenkapelle, dem Ursprung des Wallfahrtsortes Altötting, erfuhren wir Vielerlei zu Gewürzen bei der Gewürzhandlung eines gewissen Herrn Schuhbeck (ja genau, der Herr sitzt momentan ein) und auch Wissenswertes zu Weihrauch durfte an einem solch heiligen Ort nicht fehlen. Der Schreibende als Inhaber eines roten Passes verliess die Führung etwas früher, galt es doch, sich für das Achtelfinalspiel «Italien-Schweiz» vorzubereiten. Die zweite Halbzeit fiel mit dem Beginn des Festabends zusammen, dank «Mäusekino» auf dem Mobiltelefon liess sich aber der weitere Spielverlauf diskret verfolgen und der Sieg der Schweiz (2:0, das sei hier nochmals festgehalten) feiern. Ein dekorativ servierter Aperitif läutete den Abend ein und die Organisatoren Susanne und Michael durften den besten Kennern der Marke BMW (gemäss den Resultaten der Fragebogen) alkoholische Preise übergeben. Der überragende Sieger war Wolfgang Schneider und selbst der Autor dieser Zeilen schaffte es trotz wenig überhaupt beantworteter Fragen auf den 3. Platz, was doch auf verbreitete Wissenslücken zu BMW innerhalb unseres Freundeskreises schliessen lässt… Auch ein Pechvogelpreis und eine Anerkennung für die längste Anfahrt wurden vergeben. Es war nun an Franz Schöfmann, den Organisatoren im Namen aller Teilnehmenden zu danken für die Durchführung dieses entspannten, schönen Treffens. Wir alle haben die Tage in Oberbayern genossen und einmal mehr bewies unser Freundeskreis, dass er nicht nur so heisst, sondern Freundschaften auch wirklich pflegt.
Nach dem Abendessen mussten für Deutschland die Daumen gedrückt werden, gegen Dänemark musste die Nationalelf antreten, was sie dann dank unserer moralischen Unterstützung auch siegreich tat (ebenfalls mit 2:0, ganz nach dem fussballerischen Vorbild Schweiz).
Ein herrlich warmer (und trockener) Sommerabend lud dazu ein, den Abend in allgemeiner automobiler und fussballerischer Zufriedenheit ausklingen zu lassen. Der vielbesungene «harte Kern» (den die Stammleser meiner Berichte sicher schon vermisst haben) machte seinem Namen alle Ehre und sass noch lange gemütlich beisammen. Ein stimmungsvoller Abschluss eines einmal mehr in jeder Hinsicht gelungenen Treffens.
Herzlichen Dank an die Ausrichter Susanne Heilmann und Michael Beier, wir denken gerne an die Tage bei Euch zurück.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Franz Schöfmann seinen «Film-503er» dieses Jahr das erste Mal mit einem Hardtop präsentierte. Dieses ist ein Unikat und wurde wohl von Heinz Landzettel selig in Italien bei der Firma Marbert S.r.l. in Auftrag gegeben. Franz hat das Hardtop restaurieren und an seinen 503er anpassen lassen. Ein ungewohntes Bild, ein 503 Cabrio mit Hardtop.
Und ganz zum Schluss noch dies: das 36. BMW 503 Treffen wird 2025 im Münsterland bei Manfred und Janik Feldhaus stattfinden.
Beat Gontersweiler




































BMW 503 Treffen in Löf an der Mosel
Im weiten deutschen Lande
Zieht mancher Strom dahin,
Von allen, die ich kannte,
Liegt einer mir im Sinn.
O Moselstrand! O selig Land!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal,
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal. (1. Strophe des «Moselliedes»)
Wenn einem Fluss ein ganzes Lied gewidmet ist, und er in dessen erster Strophe derart schön besungen wird, wie könnte man dann der Einladung von Susanne und Klaus Jansen an seine Gestaden widerstehen! Nun, 15 BMW 503 Freunde (Ihr wisst schon, der harte Kern!) leisteten keinen Widerstand und nahmen den Weg nach Löf an der Mosel unter die Räder. Wer Lust und Zeit hatte, konnte bereits am Mittwoch anreisen. Rund die Hälfte der Teilnehmer machte dies und fand sich bei strahlendem Wetter am Abend im Hotel «Krähennest» ein. Der Autor und sein Bruder hatten unterwegs die Gelegenheit, bereits etwas zu saunieren: ein nicht enden wollender Stau auf der A61 unter kräftiger Nachmittagssonne liess sämtliche Temperaturen im 503 auf ungemütliche Werte steigen, es fehlte lediglich ein Aufguss zum perfekten Saunaerlebnis! Die Hotelbar mit (etwas) Blick auf die Mosel war daher zum Zwecke des Flüssigkeitsnachschubes sehr willkommen. Man freute sich, daselbst bekannte Gesichter wiederzusehen und wie immer herrschte sogleich eine familiäre und herzliche Stimmung.
Am Donnerstagmorgen galt es zeitig aus den Federn zu kommen, auf 9.00 Uhr war die Abfahrt festgelegt worden und bis zum ersten (und einzigen) Etappenziel galt es, 120km zurückzulegen. Und diese Kilometer hatten es in sich: Berg auf und Berg ab wurden die Wagen durch unzählige Haarnadelkurven gezwungen, nicht selten musste dabei der erste Gang eingelegt werden. Landschaftlich sehr schön und fahrerisch fordernd. Dank der Abwesenheit von Ampeln konnten wir im Konvoi fahren, was die Beifahrer entlastete und ein eindrückliches Bild ergab. Schliesslich erreichten wir gegen Mittag die «Ordensburg Vogelsang», eine weitläufige Anlage, welche in der zweiten Hälfte der Dreissigerjahre als Ausbildungsstätte für zukünftige Beamte und Führungspersonen von den Nazis erbaut wurde. Heute ist die Anlage, nachdem sie zuerst den Amerikanern und dann den Belgiern als Standort gedient hatte, ein beliebtes Ausflugsziel mit einem Restaurant, einem Museum, welches sich kritisch mit der Zeit der Naziherrschaft auseinandersetzt, und vielem mehr. Das alles hätte natürlich noch nicht als Anlass gereicht, uns dort Halt machen zu lassen. Nach dem Mittagessen wurden wir in eine (sich noch im Aufbau sich befindende) Opel-Sammlung geführt. Dieses Museum befindet sich in dem Teil der ehemaligen Anlage, in welchem die Belgier einen ehemaligen Besprechungsraum in eine Kirche umgewandelt hatten. So kommt es, dass nun einige der Exponate (nur Kadett A, denn nur diese sind schmal genug, um knapp durch die Kirchentüre zu passen!) eben in einem (ehemaligen, offiziell entweihten) Kirchenraum stehen, während die übrigen unzähligen Autos in einem weitläufigen «Keller» untergebracht sind. Herr Degener, der zusammen mit seinem Bruder Initiator des Museums ist, weihte uns in die Geschichte der Sammlung ein: sein Vater war in den Fünfzigerjahren ein erfolgreicher Opel-Händler mit dem Credo, nichts wegzuwerfen, auch nicht mehr verkäufliche, weil zu alte, Eintauschfahrzeuge. So stapelten sich über die Jahre die Autos im wahrsten Sinne des Wortes und vor 30 Jahren begann man damit, jährlich 5 Fahrzeuge zu restaurieren. Neben diesen 150 restaurierten Autos stehen unzählige weitere da, in verschiedenstem Zustand. Klaus Jansen verblüffte uns alle mit seinem profunden Wissen über die Marke Opel. In seinem früheren automobilistischen Leben schlug sein Herz eben nicht nur für BMW, sondern auch für Opel (und natürlich Susanne!). Nach ausgiebiger Besichtigung galt es, die Rückfahrt von nochmals 122km in Angriff zu nehmen. Diese wurden von rund 5 Fahrzeugen im Schlepptau eines Z1 in sportlichem Tempo absolviert und brachten uns zum Abendessen ins Hotel. Dort wurden wir bereits von den Nachzüglern erwartet, die erst am Donnerstag angereist waren. Ein grosses Hallo, die 503 Familie war wieder vollzählig.
Der Freitag versprach etwas geruhsamer zu werden, waren doch nur 95km zu fahren (dafür ganz ohne Zwischenhalt!). Dies auf einer Rundtour, die uns neben der Mosel überraschenderweise auch den Rhein sehen liess und über den Hunsrück führte. Auch diese Strecke liess sich nicht lumpen und präsentierte sich kurvenreich und hügelig. Gegen Mittag waren alle zurück im Hotel, denn für den Nachmittag durften wir uns bei einer Schifffahrt auf der Mosel bei Kaffee (oder Kühlerem) und Kuchen erholen und hatten Zeit, uns auszutauschen. Der Rest des Nachmittages war zur freien Verfügung, man musste aber gegen 17.30 Uhr bereit sein sich zum «Winzerhof Gietzen» chauffieren zu lassen. Im schönen Innenhof dieses Weingutes erwartete uns ein Abendessen und, wie könnte es an einem solchen Ort anders sein, die eine oder andere Flasche Wein. Der «3B Tisch» (Bayern, Bonn, Brüder) war besonders wissbegierig und bestand darauf, sämtliche Weine zu verkosten, was der Stimmung definitiv nicht schadete. Der Nachhauseweg wurde von uns dann zu Fuss absolviert, was sich bei Dunkelheit und beachtlicher Länge (schon wieder einige Kilometer!) durchaus als herausfordernd erwies.
Der Samstag begann wieder früh, um 9.00 Uhr galt es abfahrbereit zu sein. Inzwischen erwarteten wir nichts anderes als Haarnadelkurven und Hügel, und so war es auch. Nach 86km und rund 2.5 Stunden erreichten wir die Ortschaft Bernkastel-Kues und daselbst den Parkplatz des Museums «Zylinderhaus». Vor dem (eigentlich schon wohlverdienten) Essen wurden wir vom Eigentümer und Initianten dieses privaten Museums ausführlich durch alle Stockwerke geführt und staunten ob den zig Tausend Gegenständen, die sich nebst Autos und Motorrädern in diesem schönen Museum finden. Eine wahre Zeitreise!
Schliesslich (und endlich!) erwartete uns der dem Museum angeschlossene Biergarten zum Essen (und Trinken) und danach wären weitere 107km auf und ab durch Hügel angesagt gewesen. Der Autor und einige weitere 503er entschieden sich aber, der wunderschönen Mosel entlang zurück zum Hotel zu fahren. Cruisen statt Kurbeln! Uns und unseren Autos hat es gefallen und etliche Kilometer kamen auch so nochmals zusammen!
Zurück im Hotel durften wir feststellen, dass die unrühmliche Pannenserie von 2022 dieses Jahr keine Fortsetzung fand, nur kleinere Unpässlichkeiten traten auf. Sämtliche Wagen standen wieder in alter Frische da (und die meisten Fahrer auch).
Nach einer Einstimmung in der Bar ging es zum Sektaperitif und Essen, während welchem das Geheimnis gelüftet wurde, wo denn nun das Treffen 2024 stattfinden wird:
In Bayern wird es sein, Michael Beier und seine Partnerin Susanne werden es in Altötting (Oberbayern) ausrichten vom 9. – 12. Mai 2024. Unser Obmann Franz Schöfmann dankte den diesjährigen Organisatoren Susanne und Klaus Jansen und ganz besonders auch ihren Helfern vor Ort, Melanie Baron und Jörg Pehl, die sich um Routenwahl, Roadbook und vieles mehr gekümmert hatten! Ohne die Beiden wäre es nicht möglich gewesen, das Treffen an der Mosel durchzuführen. Vielen Dank für die grosse Arbeit!
Einmal mehr wurde der Freundeskreis BMW 503 seinem Namen gerecht, indem während des Treffens eine geradezu familiäre Atmosphäre herrschte. «We are family»: Unter Applaus wurde der Vorschlag eines Teilnehmers «abgesegnet», dass ehemalige 503 Besitzer, die ihren Wagen verkauft haben, auch ohne diesen willkommen seien. Schliesslich sind ja Menschen und nicht Autos miteinander befreundet!
Beat Gontersweiler
Nach Schweigen in der Pfalz lud uns Michael Längle, der Organisator des 33. BMW 503 Treffens, ein. Sollte der geneigte Leser, die geneigte Leserin diesen Ort bis dato nicht gekannt haben, so soll hier eine kurze Beschreibung folgen: Schweigen liegt westlich von Karlsruhe unmittelbar an der französischen Grenze, und das deutsche Weintor steht in dieser Gemeinde. Dieses Tor wurde in den Dreissigerjahren gebaut (was den bräunlichen Farbton des verwendeten Steines erklärt) und nach dem Krieg wurde es von seinem gehäkelten Kreuz befreit. Das Weintor steht am südlichen Ende der deutschen Weinstrasse. Wir Teilnehmer residierten im ersten Haus am Platze, dem Schweigener Hof (ein zweites Haus war da allerdings auch nicht).
Knapp 20 Fahrzeuge und somit gut 40 Teilnehmer fanden sich bis am Donnerstagabend ein, und wie jedes Jahr waren viele bekannte Gesichter zu sehen, entsprechend herzlich fielen die Begrüssungen aus. Aber auch ein «Neuzugang» war zu verzeichnen und wurde schnell in den Freundeskreis aufgenommen. Beim inzwischen traditionellen Sektempfang begrüsste Michael Längle seine Gäste und übergab jedem Team neben Roadbook und Startnummer auch einen feinen Schinken aus der Region sowie ein von ihm angefertigtes Erinnerungsgeschenk: einen wunderschön gravierten Flaschenöffner.
Das Abendessen bot eine erste Gelegenheit, sich auszutauschen und in Erfahrung zu bringen, was seit dem letzten Treffen bei den Einzelnen geschehen ist. Trotz dem Ortsnamen, etwas gab es nicht: das grosse Schweigen! So ging man gut gelaunt und voller Vorfreude ins Bett, versprach doch das Wetter am Freitag sonnig, aber nicht allzu heiss zu werden. Unsere 503er übernachteten bewacht und etwas versteckt auf einer Wiese hinter dem Hotel und erholten sich dort von den Strapazen der Anreise (dazu später mehr).
Der Freitag begrüsste uns wie angekündigt mit wolkenlosem Himmel, und so startete um 9.00 Uhr die Ausfahrt, die uns zwecks Rheinüberquerung zu einer kleinen Fähre führte. Weiter ging es danach durch das Albtal zum Fahrzeugmuseum Marxzell. In diesem privaten Museum, das bereits in 2. Generation geführt wird, findet sich schlicht alles, aber wirklich alles, was im Entferntesten mit Technik irgendwelcher Art zu tun hat und gesammelt werden kann! Ein kleiner Panzer, eine Strassenbahn, ein Helikopter, Dutzende Autos, Motorräder, Fahrräder, Tonbandmaschinen, Fotoapparate: es fällt mir nichts ein, was da nicht rumsteht oder -hängt. So könnte man eigentlich Tage in diesem Museum verbringen und würde immer noch etwas Neues sehen, aber gleichzeitig erschlägt einem die schiere Masse an Gegenständen. Einem kundigen Auge entging allerdings nicht, dass sich gleich zwei BMW 328 in all dem Durcheinander finden!
Resultat dieses Besuches:
1. Wer bis anhin gedacht hatte, seine Garage sei etwas unordentlich, der konnte seine Wahrnehmung neu kalibrieren.
2. Wer selbst zu den unersättlichen Sammlern gehört, der wurde vorgewarnt, wohin das führen kann!
3. Wessen Partnerin fortwährend zum Aufräumen (der Garage o. ä.) drängt, der hat nun ein gutes Argument, diese Tätigkeit etwas aufzuschieben («Erinnerst Du Dich an das Museum in Marxzell?»).
Eine kurze Fahrt brachte uns zum Gasthaus «König von Preussen», wo wir vorzüglich zu Mittag assen. Danach ging es weiter durch das Albtal mit seinen diversen Luftkurorten (die Luftqualität nahm wohl durch unsere Durchfahrt nicht eben zu) und schliesslich über eine beinahe alpine Strasse nach Baden-Baden. Von Letzterem sahen wir vor allem den «länglichen» Michael(!)tunnel. Schliesslich ging es über eine ehemalige Eisenbahnbrücke (inklusive Erinnerungsfoto) wieder auf die westliche Rheinseite und zurück ins Hotel.
Ein Aperitif auf der Terrasse und ein daran anschliessendes Essen schlossen den schönen Tag ab.
Der Samstag begann wie der Freitag: wolkenloser blauer Himmel. Auch wieder um 9.00 Uhr fuhr man los, diesmal in Richtung und nach Frankreich. Eine abwechslungsreiche Fahrt durch die Vogesen brachte uns zu einem Bunker der Maginot-Linie (benannt nach dem französischen Kriegsminister der 30er Jahre). Monsieur Maginot misstraute seinen deutschen Nachbarn und liess von Dünkirchen bis an Mittelmeer eine Verteidigungslinie bauen, die allerdings gegen das neutrale Belgien hin eine Lücke aufwies. Diese Lücke wurde dem Konzept zum Verhängnis (Genaueres findet sich in den Geschichtsbüchern!). Eine elsässische Führerin und ein ebensolcher Führer nahmen uns mit unter Tag in die Bunkeranlage, die zu grossen Teilen noch intakt ist. Im Berg eingelassen findet sich eine kilometerlange Anlage, in der rund 800 Soldaten Dienst taten und die bereit waren, mit Artilleriekanonen, die bei Bedarf einen knappen Meter angehoben und so erst sichtbar wurden, Frankreich zu verteidigen. In dieser Anlage wurde an alles gedacht, sie konnte für lange Zeit völlig autark funktionieren (Wasser, Strom, Luft etc.). Selbst ein Operationssaal und ein Zahnarztzimmer waren vorhanden! Faszinierend wie die schweren Geschütztürme dank perfekter Balancierung auch von Hand in Schussstellung gebracht werden konnten (funktioniert heute noch). Nach gut zwei Stunden durften wir den kühlen und feuchten Untergrund wieder verlassen und zurück an die frische Luft. Der Besatzung von damals war das für Wochen nicht vergönnt, diese Vorstellung liess manchen von uns erschaudern. Und der Blick auf die aktuelle Situation in der (nahen) Welt stimmte einem nachdenklich.
Weiter ging es durch eine friedliche Landschaft nach Bremendell zu einer Elsässer Waldwirtschaft, in welcher wir mit feinen Flammkuchen verköstigt wurden. Dabei gab es hohen Besuch: Der Präsident des BMW V8-Clubs Wolfgang Niefanger gab sich die Ehre und liess es sich nicht nehmen, zwei Jubilare persönlich zu ehren: Wolfgang Schneider für 35 Jahre Mitgliedschaft und den Autor für 40 Jahre. Eine Zahl, die auch nachdenklich stimmt! Die kleine Weinhandlung vis-à-vis dem Lokal lud zu einem Einkauf ein, was dank grossem Kofferraum rege gemacht wurde.
Nächstes Ziel war das Busmuseum in Wissembourg, wo uns der Organisator der «Freunde alter Omnibusse» zu einer ausführlichen Führung erwartete. Die Strecke dorthin war schön und angenehm zu fahren, recht wenig Verkehr und sehr abwechslungsreich.
Eine kurze Fahrt brachte schliesslich alle zurück ins Hotel, wo wie schon an den Tagen zuvor viele (so viele wie wohl noch nie) Motorhauben geöffnet wurden, um grösseren und kleineren Fehlern auf die Schliche zu kommen. Die Liste der Pannen ist lang und abwechslungsreich: angefangen von einem Plattfuss auf der Autobahn bei der Anreise (was einen Radwechsel zu einem 50 Jahre (!) alten Ersatzrad zur Folge hatte), einer leeren Batterie im Stau auf der Autobahn (dank Anschieben ging es weiter), einer komplett defekten Batterie (Ersatz durch Neuteil) ging es bei den Ausfahrten weiter mit Vergasern, die dank Überfettung des Gemisches zu exorbitanten Benzinverbräuchen führten und die hinterher Fahrenden in den Genuss würziger «Luft» kommen liessen, einer überhitzten Zündspule und dem Ausfall einer elektrischen Benzinpumpe. Schliesslich erwischte es den teilnehmenden Z8 auf der Heimreise noch mit einem Getriebeschaden! Wahrlich, die in den Zimmern aufliegenden «Pälzer Glickskekse» (= «Pfälzer Glückskekse») haben nichts genutzt… Es war nicht das Jahr der Pannenfreiheit und die technisch verständigeren Teilnehmer (allen voran unser Freund Jochen!) waren sehr gefragte Leute. Auch unsere Autos erreichen halt das Pensionsalter und bedürfen zunehmender Zuwendung.
Zum Abendessen waren die schmutzigen Hände vom Schrauben dann aber alle wieder sauber und einmal mehr bewies der Freundeskreis 503, weshalb er so heisst: angeregte Tischgespräche und viel Lachen füllten den Raum. Unser Doyen – Franz Schöfmann – bedankte sich nach dem Essen im Namen aller Teilnehmer sehr herzlich bei Michael Längle für die Organisation des diesjährigen Treffens und insbesondere auch bei Traudl und Wolfgang Schneider für deren Unterstützung. Grosser Applaus bewies: es hat allen Teilnehmern gefallen! Doch dann machte unser Austragungsort seinem Namen doch noch alle Ehre: auf die Frage, wer denn im 2023 das nächste Treffen wohl ausrichte, herrschte plötzlich grosses SCHWEIGEN. Schliesslich meldeten sich Susanne und Klaus Janssen und erklärten sich bereit, das Treffen 2023 zu organisieren. Wer sich nun verwundert die Augen reibt, tut das zu Recht: die Beiden haben uns erst 2020 ins Allgäu zum 503 Treffen eingeladen! Zur Abwechslung geht es eventuell im nächsten Jahr an die Mosel. Soviel Einsatz verdient ein grosses DANKE und sollte als Vorbild dienen!
Bevor ich diesen Bericht abschliesse, sei mir eine Bemerkung erlaubt. Wir alle geniessen die Fahrten mit unseren Oldtimern. Bis heute können Veranstaltungen wie das 503 Treffen auf Wohlwollen bei Behörden und der Bevölkerung zählen. Das ist nicht selbstverständlich und muss auch nicht so bleiben. (Zum ersten Mal wurde dem Autor der Stinkefinger gezeigt von einem Fussgänger, den er mit vielleicht 25km/h passierte.) Tragen wir deshalb Sorge zu unserem Image als Bewahrer von Kulturgut, fahren wir unsere Schätze so, dass wir als «sympathische Enthusiasten» wahrgenommen werden und nicht als Raser.
Zum Schluss bleibt mir, allen an der Organisation und Durchführung des Treffens Beteiligten meinen Dank auszusprechen, insbesondere natürlich Michael Längle! Er und sein Team haben ein abwechslungsreiches, familiäres Treffen durchgeführt. Man kam zum Fahren, hatte aber daneben viel Zeit, sich auszutauschen. So soll es sein.
Beat Gontersweiler
33. BMW 503 Treffen in Schweigen / Rheinland Pfalz 9. – 12. Juni 2022
Nach Schweigen in der Pfalz lud uns Michael Längle, der Organisator des 33. BMW 503 Treffens, ein. Sollte der geneigte Leser, die geneigte Leserin diesen Ort bis dato nicht gekannt haben, so soll hier eine kurze Beschreibung folgen: Schweigen liegt westlich von Karlsruhe unmittelbar an der französischen Grenze, und das deutsche Weintor steht in dieser Gemeinde. Dieses Tor wurde in den Dreissigerjahren gebaut (was den bräunlichen Farbton des verwendeten Steines erklärt) und nach dem Krieg wurde es von seinem gehäkelten Kreuz befreit. Das Weintor steht am südlichen Ende der deutschen Weinstrasse. Wir Teilnehmer residierten im ersten Haus am Platze, dem Schweigener Hof (ein zweites Haus war da allerdings auch nicht).
Knapp 20 Fahrzeuge und somit gut 40 Teilnehmer fanden sich bis am Donnerstagabend ein, und wie jedes Jahr waren viele bekannte Gesichter zu sehen, entsprechend herzlich fielen die Begrüssungen aus. Aber auch ein «Neuzugang» war zu verzeichnen und wurde schnell in den Freundeskreis aufgenommen. Beim inzwischen traditionellen Sektempfang begrüsste Michael Längle seine Gäste und übergab jedem Team neben Roadbook und Startnummer auch einen feinen Schinken aus der Region sowie ein von ihm angefertigtes Erinnerungsgeschenk: einen wunderschön gravierten Flaschenöffner.
Das Abendessen bot eine erste Gelegenheit, sich auszutauschen und in Erfahrung zu bringen, was seit dem letzten Treffen bei den Einzelnen geschehen ist. Trotz dem Ortsnamen, etwas gab es nicht: das grosse Schweigen! So ging man gut gelaunt und voller Vorfreude ins Bett, versprach doch das Wetter am Freitag sonnig, aber nicht allzu heiss zu werden. Unsere 503er übernachteten bewacht und etwas versteckt auf einer Wiese hinter dem Hotel und erholten sich dort von den Strapazen der Anreise (dazu später mehr).
Der Freitag begrüsste uns wie angekündigt mit wolkenlosem Himmel, und so startete um 9.00 Uhr die Ausfahrt, die uns zwecks Rheinüberquerung zu einer kleinen Fähre führte. Weiter ging es danach durch das Albtal zum Fahrzeugmuseum Marxzell. In diesem privaten Museum, das bereits in 2. Generation geführt wird, findet sich schlicht alles, aber wirklich alles, was im Entferntesten mit Technik irgendwelcher Art zu tun hat und gesammelt werden kann! Ein kleiner Panzer, eine Strassenbahn, ein Helikopter, Dutzende Autos, Motorräder, Fahrräder, Tonbandmaschinen, Fotoapparate: es fällt mir nichts ein, was da nicht rumsteht oder -hängt. So könnte man eigentlich Tage in diesem Museum verbringen und würde immer noch etwas Neues sehen, aber gleichzeitig erschlägt einem die schiere Masse an Gegenständen. Einem kundigen Auge entging allerdings nicht, dass sich gleich zwei BMW 328 in all dem Durcheinander finden!
Resultat dieses Besuches:
1. Wer bis anhin gedacht hatte, seine Garage sei etwas unordentlich, der konnte seine Wahrnehmung neu kalibrieren.
2. Wer selbst zu den unersättlichen Sammlern gehört, der wurde vorgewarnt, wohin das führen kann!
3. Wessen Partnerin fortwährend zum Aufräumen (der Garage o. ä.) drängt, der hat nun ein gutes Argument, diese Tätigkeit etwas aufzuschieben («Erinnerst Du Dich an das Museum in Marxzell?»).
Eine kurze Fahrt brachte uns zum Gasthaus «König von Preussen», wo wir vorzüglich zu Mittag assen. Danach ging es weiter durch das Albtal mit seinen diversen Luftkurorten (die Luftqualität nahm wohl durch unsere Durchfahrt nicht eben zu) und schliesslich über eine beinahe alpine Strasse nach Baden-Baden. Von Letzterem sahen wir vor allem den «länglichen» Michael(!)tunnel. Schliesslich ging es über eine ehemalige Eisenbahnbrücke (inklusive Erinnerungsfoto) wieder auf die westliche Rheinseite und zurück ins Hotel.
Ein Aperitif auf der Terrasse und ein daran anschliessendes Essen schlossen den schönen Tag ab.
Der Samstag begann wie der Freitag: wolkenloser blauer Himmel. Auch wieder um 9.00 Uhr fuhr man los, diesmal in Richtung und nach Frankreich. Eine abwechslungsreiche Fahrt durch die Vogesen brachte uns zu einem Bunker der Maginot-Linie (benannt nach dem französischen Kriegsminister der 30er Jahre). Monsieur Maginot misstraute seinen deutschen Nachbarn und liess von Dünkirchen bis an Mittelmeer eine Verteidigungslinie bauen, die allerdings gegen das neutrale Belgien hin eine Lücke aufwies. Diese Lücke wurde dem Konzept zum Verhängnis (Genaueres findet sich in den Geschichtsbüchern!). Eine elsässische Führerin und ein ebensolcher Führer nahmen uns mit unter Tag in die Bunkeranlage, die zu grossen Teilen noch intakt ist. Im Berg eingelassen findet sich eine kilometerlange Anlage, in der rund 800 Soldaten Dienst taten und die bereit waren, mit Artilleriekanonen, die bei Bedarf einen knappen Meter angehoben und so erst sichtbar wurden, Frankreich zu verteidigen. In dieser Anlage wurde an alles gedacht, sie konnte für lange Zeit völlig autark funktionieren (Wasser, Strom, Luft etc.). Selbst ein Operationssaal und ein Zahnarztzimmer waren vorhanden! Faszinierend wie die schweren Geschütztürme dank perfekter Balancierung auch von Hand in Schussstellung gebracht werden konnten (funktioniert heute noch). Nach gut zwei Stunden durften wir den kühlen und feuchten Untergrund wieder verlassen und zurück an die frische Luft. Der Besatzung von damals war das für Wochen nicht vergönnt, diese Vorstellung liess manchen von uns erschaudern. Und der Blick auf die aktuelle Situation in der (nahen) Welt stimmte einem nachdenklich.
Weiter ging es durch eine friedliche Landschaft nach Bremendell zu einer Elsässer Waldwirtschaft, in welcher wir mit feinen Flammkuchen verköstigt wurden. Dabei gab es hohen Besuch: Der Präsident des BMW V8-Clubs Wolfgang Niefanger gab sich die Ehre und liess es sich nicht nehmen, zwei Jubilare persönlich zu ehren: Wolfgang Schneider für 35 Jahre Mitgliedschaft und den Autor für 40 Jahre. Eine Zahl, die auch nachdenklich stimmt! Die kleine Weinhandlung vis-à-vis dem Lokal lud zu einem Einkauf ein, was dank grossem Kofferraum rege gemacht wurde.
Nächstes Ziel war das Busmuseum in Wissembourg, wo uns der Organisator der «Freunde alter Omnibusse» zu einer ausführlichen Führung erwartete. Die Strecke dorthin war schön und angenehm zu fahren, recht wenig Verkehr und sehr abwechslungsreich.
Eine kurze Fahrt brachte schliesslich alle zurück ins Hotel, wo wie schon an den Tagen zuvor viele (so viele wie wohl noch nie) Motorhauben geöffnet wurden, um grösseren und kleineren Fehlern auf die Schliche zu kommen. Die Liste der Pannen ist lang und abwechslungsreich: angefangen von einem Plattfuss auf der Autobahn bei der Anreise (was einen Radwechsel zu einem 50 Jahre (!) alten Ersatzrad zur Folge hatte), einer leeren Batterie im Stau auf der Autobahn (dank Anschieben ging es weiter), einer komplett defekten Batterie (Ersatz durch Neuteil) ging es bei den Ausfahrten weiter mit Vergasern, die dank Überfettung des Gemisches zu exorbitanten Benzinverbräuchen führten und die hinterher Fahrenden in den Genuss würziger «Luft» kommen liessen, einer überhitzten Zündspule und dem Ausfall einer elektrischen Benzinpumpe. Schliesslich erwischte es den teilnehmenden Z8 auf der Heimreise noch mit einem Getriebeschaden! Wahrlich, die in den Zimmern aufliegenden «Pälzer Glickskekse» (= «Pfälzer Glückskekse») haben nichts genutzt… Es war nicht das Jahr der Pannenfreiheit und die technisch verständigeren Teilnehmer (allen voran unser Freund Jochen!) waren sehr gefragte Leute. Auch unsere Autos erreichen halt das Pensionsalter und bedürfen zunehmender Zuwendung.
Zum Abendessen waren die schmutzigen Hände vom Schrauben dann aber alle wieder sauber und einmal mehr bewies der Freundeskreis 503, weshalb er so heisst: angeregte Tischgespräche und viel Lachen füllten den Raum. Unser Doyen – Franz Schöfmann – bedankte sich nach dem Essen im Namen aller Teilnehmer sehr herzlich bei Michael Längle für die Organisation des diesjährigen Treffens und insbesondere auch bei Traudl und Wolfgang Schneider für deren Unterstützung. Grosser Applaus bewies: es hat allen Teilnehmern gefallen! Doch dann machte unser Austragungsort seinem Namen doch noch alle Ehre: auf die Frage, wer denn im 2023 das nächste Treffen wohl ausrichte, herrschte plötzlich grosses SCHWEIGEN. Schliesslich meldeten sich Susanne und Klaus Janssen und erklärten sich bereit, das Treffen 2023 zu organisieren. Wer sich nun verwundert die Augen reibt, tut das zu Recht: die Beiden haben uns erst 2020 ins Allgäu zum 503 Treffen eingeladen! Zur Abwechslung geht es eventuell im nächsten Jahr an die Mosel. Soviel Einsatz verdient ein grosses DANKE und sollte als Vorbild dienen!
Bevor ich diesen Bericht abschliesse, sei mir eine Bemerkung erlaubt. Wir alle geniessen die Fahrten mit unseren Oldtimern. Bis heute können Veranstaltungen wie das 503 Treffen auf Wohlwollen bei Behörden und der Bevölkerung zählen. Das ist nicht selbstverständlich und muss auch nicht so bleiben. (Zum ersten Mal wurde dem Autor der Stinkefinger gezeigt von einem Fussgänger, den er mit vielleicht 25km/h passierte.) Tragen wir deshalb Sorge zu unserem Image als Bewahrer von Kulturgut, fahren wir unsere Schätze so, dass wir als «sympathische Enthusiasten» wahrgenommen werden und nicht als Raser.
Zum Schluss bleibt mir, allen an der Organisation und Durchführung des Treffens Beteiligten meinen Dank auszusprechen, insbesondere natürlich Michael Längle! Er und sein Team haben ein abwechslungsreiches, familiäres Treffen durchgeführt. Man kam zum Fahren, hatte aber daneben viel Zeit, sich auszutauschen. So soll es sein.
Beat Gontersweiler
2036 Jahre, solange musste die Stadt Augsburg auf den Besuch der 503 Freunde warten. Im Jahre 15 v. Chr. gegründet, zählt sie heute knapp 300.000 Einwohner und ist auch als Universitätsstadt berühmt. Kornelia und Jochen Ortmann luden zum 32. BMW 503 Treffen nach Augsburg ein und 22 Teams folgten ihrem Ruf, dies trotz (oder vielleicht gerade wegen) des omnipräsenten Virus namens C… . Eine bunt gemischte Schar fuhr also durch Wind und Wetter (meist feuchtes) aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz ins Hotel Maximilian’s im Zentrum von Augsburg. Dieses tolle Hotel, selber auch schon rund 500 Jahre alt (aber frisch renoviert), hiess übrigens kürzlich noch «Hotel Drei Mohren», wurde aber der politischen Korrektheit geschuldet umgetauft. Die ehemaligen Namensgeber grüssen aber in Stein gemeisselt noch immer von der Fassade die ankommenden Gäste. Ein absolut empfehlenswertes Haus mit einer vorzüglichen Küche, soviel sei schon verraten.
Am Donnerstagabend gab es zur Begrüssung den inzwischen traditionellen Sektempfang und Jochen Ortmann hiess alle Teilnehmer (darunter auch Neuzugänge sowie einige schon lange nicht mehr gesehene Gesichter) herzlich willkommen. Zum Abendessen ging es in einen von exklusiv von uns genutzten Raum, der liebevoll und aufwändig dekoriert worden war: so stand da eine Klopfform aus Schichtholz, welche die Front und die Kotflügel eines 503er abbildete (ein Werk des Organisators). An den Wänden hingen Fotos von allen bisher durchgeführten Treffen, teilweise mit den Namen der Teilnehmer. Erinnerungen wurden wach und man stellte einmal mehr fest, wie rasch doch die Zeit vergeht. Wie bei jedem 503 Treffen herrschte von Beginn weg eine harmonische, entspannte Stimmung, viele kennen sich halt schon lange. Ein Freundeskreis, der seinem Namen alle Ehre macht!
Der Freitag begann früh, mit Regen und einer informativen Stadtführung. Wir lernten viel über die Geschichte der Stadt, ihre Anfänge zur Römerzeit, die wichtigen Handwerkszweige, die Familie Fugger und deren Hinterlassenschaft die «Fuggerei» sowie über die Zerstörungen im Jahre 1944, die einen Neuaufbau vieler Gebäude in der Stadt notwendig machten. So ist auch der berühmte «Goldene Saal» im Rathaus wie das ganze Gebäude zwar exakt nachgebaut, aber eben neu (eine Replika gewissermassen). Auf jeden Fall eine Stadt, die einen Aufenthalt lohnt.
Nach der rund 2 Stunden dauernden Führung ging es mit den Autos zum Mittagessen ins Café Müller, dessen Architektur eine Mischung aus Hundertwasser und Gaudi darstellt. Wie auch immer, wir haben gut und reichlich gegessen und wurden mit einer mit einem V8-Logo dekorierten Schokolade beschenkt. Schön gemacht und lecker!
Durch regen Regen (mal schwach, dann normal und immer mal wieder überraschend heftig) ging die Fahrt weiter zur Erz Abtei St. Ottilien, wo wir das Museum besichtigten. Unerwarteter weise wähnte man sich da in einem zoologischen Museum, hatten doch die Missionare so ziemlich alles, was ihnen in Afrika vor die Flinte lief, erlegt und nach Hause zur Präparation geschickt. Auch Kunst aus Afrika und Südkorea findet sich in Vitrinen und, damit wir uns auch sicher angesprochen fühlten, stand auch ein altes BMW-Motorrad da. Dieses diente in Afrika als Transportmittel für die (h)eiligen Missionare.
Eine längere Runde führte uns zurück ins Hotel. Ein Teilnehmer versuchte dabei, seinen 503er als «zero emission vehicle» zu betreiben, musste aber zur Freude seiner Beifahrerin feststellen, dass ein BMW 503 ohne Benzin auch mitten auf einer Kreuzung in Augsburg stehen bleibt. Glücklicherweise geht nachtanken aus dem Kanister schneller als eine Batterie laden! So verpassten die Beiden das auch diesmal exquisit gekochte Essen nicht.
Der Samstag präsentierte sich so, wie man es sich wünscht: keine Wolke am Himmel und eine angenehme Temperatur. So fielen die Hüllen der Cabrios und die Scheibenwischer konnten sich von den Strapazen der Vortage erholen. Als erstes führte uns Jochen Ortmann, respektive sein sehr gut gemachtes Roadbook, zur Firma «Voxeljet». Diese stellt richtig grosse 3D-Drucker her und auch betreibt sie auch. Auf diesen werden sehr komplexe Teile «gedruckt», unter anderem für die Automobilindustrie. Aber auch der Aston Martin DB5, der im James Bond Film «Skyfall» gesprengt wird, wurde hier produziert (allerdings im Massstab 1:5). Für einen Oldtimerfreund beruhigend zu wissen, dass da lediglich ein Plastikmodell in die Luft fliegt!
Eine abwechslungsreiche Strecke brachte uns zum Mittagessen ins Lokal «Untere Mühle» in Schwabmühlhausen. Dabei leistete uns der bekannte Auto-Journalist Alf Cremers Gesellschaft, der unter anderem für «Motor Klassik» schreibt. Auch hier ging niemand hungrig vom Tisch und dass der Nachtisch der zeitigen Abfahrt zum Opfer fiel, liess sich so leicht verschmerzen… Dies insbesondere, da wir adelig erwartet wurden: der nächste Halt war nämlich in Kirchheim beim «Fuggerschloss» und niemand geringerer als der Herr Graf Fugger, Neffe der das Schloss bewohnenden Frau Gräfin Fugger, begrüsste uns im Park und erzählte aus der Geschichte seiner Familie und des Schlosses. Auch die Bürgermeisterin des Ortes liess es sich nicht nehmen, eine Grussbotschaft an uns zu richten. In beiden Fällen galt: sehr sympathisch und interessant.
Auf dem Weg zurück nach Augsburg lag die Abtei Oberschönfeld, die mit einem Biergarten zu einem Stopp verlockte (schliesslich war es ja für einmal auch im Sommer 2021 richtig warm). Rechtzeitig waren aber alle Wagen zurück im Parkhaus und die Teilnehmer machten sich für den Schlussabend schön. Jochen Ortmann bedankte sich bei allen nochmals für ihr Kommen, ihre Disziplin und ihre gute Laune. Die Anwesenden verdankten die grosse Arbeit, die sich Kornelia und Jochen Ortmann gemacht hatten mit viel Applaus. Die Nerven der Organisatoren wurden ja ganz schön strapaziert, liess doch die C-Situation die Durchführung des Treffens erst kurz vor dem geplanten Termin sicher zu und viele Restaurants etc. öffneten erst kurz vor dem Treffen wieder ihre Tore. Aber schlussendlich hat alles wunderbar geklappt, wir als Gäste durften eine gute Zeit unter Freunden (alten und neuen) erleben und für ein paar Stunden konnten wir das allgegenwärtige Thema «C-Virus» vergessen. Dafür und für die perfekte Organisation möchte ich an dieser Stelle der Familie Ortmann und allen Beteiligten herzlich danken! Auch dieses Treffen werden wir in bester Erinnerung behalten.
Wie immer (jedenfalls bei den 503 Treffen) hatte Franz Schöfmann das letzte Wort: er durfte das Treffen 2022 ankündigen: Michael Längle lädt uns zum 33. BMW 503 Treffen nach Karlsruhe ein. An dieser Stelle vielen Dank im Voraus, wir freuen uns und werden dabei sein.
Beat Gontersweiler
Susanne und Klaus Jansen, die Organisatoren des 31. BMW 503-Treffens, müssen hellseherische Begabungen haben: schon vor einem Jahr legten sie das Treffen in den Monat Juli, was bis anhin nicht üblich war. Diesem Umstand ist geschuldet, dass unser Treffen überhaupt stattfinden konnte und nicht wie die Mehrheit aller Veranstaltungen den Corona bedingten Einschränkungen zum Opfer fiel. Mitte Juni erreichte die (potentiellen) Teilnehmer die erlösende Nachricht: sie dürfen kommen, sie können sich auch im Jahre 2020 sehen und ihren Autos etwas Auslauf gönnen.
So machten sich zehn 503er und ein 502 Coupé auf den Weg in Richtung Ravensburg, nicht mit Ziel „Ravensburger Spieleland“ (schliesslich hatten wir ja unsere eigenen Spielsachen dabei) sondern „Landhotel Allgäuer Hof“ in Wolfegg-Alttann. Einige Teilnehmer reisten in jüngeren Wagen an, den grossen Distanzen oder Unpässlichkeiten ihres 503 geschuldet. Eine frohe Schar von rund 30 BMW 503 Freunden kam so zusammen, fest entschlossen, trotz Coronavirus eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Wie jedes Jahr war der von mir gerne und oft zitierte „harte Kern“ fast vollständig vor Ort, aber auch ein Team aus Belgien (seit 1970 (!) Besitzer eines 503) war erstmals mit von der Partie.
Wer Zeit und Lust hatte, konnte bereits am Mittwoch anreisen und am Donnerstag eine Ausfahrt zum „Auto- und Traktormuseum“ in Uhldingen-Mühlhofen unter die Räder nehmen. Der Berichterstatter war nicht dabei und schweigt deshalb hierzu.
Am Donnerstagabend waren dann (fast) alle zum Abendessen im Hotel. Ein Schauspiel der besonderen Art oder eigentlich eher eine neue Art Maskenball: dem Buffet durfte man sich nämlich nur maskiert und mit Handschuhen ausgerüstet nähern, zurück am Tisch galt es, sich dieser Ausrüstung wieder zu entledigen, bevor die Speisen kalt waren. Essen war auch schon einfacher! Aber die Freude über das Wiedersehen liess all das in den Hintergrund treten.
Am Freitagmorgen um 9.00 Uhr ging es auf eine Rundfahrt durch Oberallgäu und Vorarlberg zum Rolls-Royce Museum in Dornbirn. Das schön gestaltete Roadbook trug die Überschrift „Routenempfehlung“ und wurde von den meisten (mehr oder weniger freiwillig) auch nur einigermassen befolgt…
Pünktlich zur Besichtigung des Museums fand man dann aber wieder zusammen und konnte die eindrückliche Sammlung von alten „Rolls“ bewundern. Wir waren uns einig: der beste Platz in diesen schweren Vorkriegswagen ist in der zweiten Reihe zu finden und nicht hinter dem Volant. Zunehmend knurrten die Mägen, aber für Abhilfe war gesorgt: eine Seilbahn brachte uns auf den Berg „Karren“ zum Panoramarestaurant mit Blick (soweit es der Nebel und die Wolken zuliessen) ins Rheintal und über den Bodensee. Gestärkt ging es anschliessend im Konvoi (oder nach Routenempfehlung) hinauf nach Sulzberg zum Restaurant „Alpenblick“. Der Name ist Programm! Von da aus fuhren wir zurück zum Hotel, wo die Zeit für eine kurze Dusche reichte bevor wir in den Bus nach Ravensburg stiegen. Eine „kulinarische Nachtführung“ erwartete uns. Dies bedeutete, dass uns unsere kundige und sympathische Führerin nach kurzer Einführung in die Geschichte der Stadt zur Vorspeise in ein historisches Lokal mitnahm. Danach lernten wir weitere Details zur Altstadt, bevor uns in einem anderen Lokal der Hauptgang erwartete und nach erneutem Nachtspaziergang wiederum woanders schliesslich das Dessert, welches von grosszügig gespendeten Schnäpsen begleitet wurde. Diese waren wohl nicht ganz unschuldig an der ausgelassenen Stimmung auf der Rückfahrt im Bus.
Wie auch immer, am Samstagmorgen galt es früh aus den Federn zu kommen, war doch die Abfahrtszeit auf 8.00 Uhr festgelegt. Grund für diesen „early bird“ war die Fähre von Friedrichshafen nach Romanshorn, die genau um 9.21 Uhr ablegt und die es zu erreichen galt. Wir schafften das! Ein schönes Bild, mehr als die Hälfte aller Wagen auf der Fähre waren BMW 503. So erreichten wir das Schweizer Ufer gegen 10.00 Uhr und fuhren in Richtung Appenzeller Land mit seinen unzähligen Hügeln, Bergen und Tälern. Für Abwechslung beim Fahren, häufiges Schalten und kräftiges Bremsen war gesorgt. Ein kurzer Zwischenstopp beim Parkplatz „Fünfländerblick“ liess genug Zeit zum Rätseln, welches denn wohl die fünf (!) Ländern sein könnten, die da zu sehen sind. Hier die Auflösung: Schweiz, Österreich, Baden, Württemberg und (last but not least) Bayern (schliesslich sind wir BMW-Fahrer und den Blick gab es ja bereits zu Kaisers Zeiten.
Von da aus ging es zum Mittagessen nach Wasserauen ins Restaurant „Alpenrose“. Glücklicherweise war ein Teil des Parkplatzes für uns reserviert, gefühlte 500 Wagen standen da und legten Zeugnis ab, dass es die Menschen wieder raus in die Natur zieht. Die Luft war voller Gleitschirmpiloten, welche die nahe Ebenalp Seilbahn nutzen, um zu ihren Startpunkten zu gelangen. So wurde der Teller während des Essens immer wieder mal verdunkelt, wenn sich der Schatten eines Schirms im Landanflug darüberlegte. Eine kurze Fahrt führte uns anschliessend ins Städtchen Appenzell zu einem Bummel. Die eigentlich schönen, meist alten Häuser wurden leider oft überrestauriert und verloren so (wie ein Oldtimer auch) ihre Geschichte und ihren Charme. Einigen war das des Guten zu viel und sie traten die Rückfahrt ins Hotel an, andere bummelten länger und verköstigten sich mit lokalen Spezialitäten (was sich definitiv lohnt!). Der Autor gehörte zu den ersteren und hatte so genügend Zeit, dem „neuen“ Automuseum in Wolfegg einen Besuch abzustatten. Nachdem das vom bekannten Autojournalisten Fritz B. Busch gegründete „alte“ Museum nach seinem Tode aufgelöst wurde, hat man unter tatkräftiger Mitarbeit von Klaus Jansen ein neues auf die Räder gestellt. Eine vielseitige Ausstellung, liebevoll gemacht und sicher einen Besuch wert.
Aufgebrezelt und wohlriechend trafen wir uns zum Aperitif und verdankten den Organisatoren ihre Arbeit und ihre weise Voraussicht bei der Terminierung. Leider mussten wir erfahren, dass der allseits geschätzte Udo Geflitter vor wenigen Wochen verstorben war. Eine Kondolenzkarte an seine Witwe wurde von allen unterzeichnet und ihr zugestellt. Udo wird allen, die ihn kannten, in bester Erinnerung bleiben.
Unser Obmann Franz Schöfmann durfte verkünden, dass im Jahre 2021 das 503- Treffen in Augsburg und 2022 bei Karlsruhe stattfinden wird. Die Geschichte der 503-Treffen wird weitergeschrieben! Wir freuen uns schon jetzt.
Das Abendessen fand (wiederum chirurgisch verpackt) im Hotel statt und unser Freundeskreis lief zu alter Höchstform auf! Es wurde diskutiert, gelacht, und geneckt, dass es eine Freude war. Mitternacht war vorbei, als im Garten des Hotels allmählich Ruhe einkehrte.
Susanne und Klaus Jansen und ihren Helfern gilt unser Dank für das 31. Treffen, welches ein abwechslungsreiches, entspanntes Programm (bei trockenem Wetter) bot. Wir waren gerne zu Gast im Allgäu und werden die Zeit in guter Erinnerung behalten.
Beat Gontersweiler
PS: Für die Unersättlichen gab es am Sonntagmorgen noch eine Führung durch das schon erwähnte Automuseum Wolfegg und ein daran anschließendes Mittagessen.
Klein, aber fein. So liesse sich das diesjährige Treffen der BMW 503 Freunde beschreiben, zu dem Martin Bertschinger in die Schweiz, genauer ins schöne Engadin, einlud. Nur 13 Fahrzeuge fanden mit ihren Besatzungen den Weg über Berg und Tal nach Celerina ins Hotel „Cresta Palace“. Celerina liegt nahe St. Moritz, verzichtet aber sympathischerweise auf dick aufgetragenen Pomp und Schickimicki, passt also bestens zu den 503ern. Das Hotel „Cresta Palace“ ebenso, ein äusserst gepflegtes, historisches Haus mit traumhaft schöner Wellnesszone und hilfsbereitem, freundlichen Personal. (Der Hoteldirektor war von unseren Fahrzeugen übrigens derart angetan, dass er am Samstag als Beifahrer an unserer Ausfahrt mitmachte.) Traditionellerweise begann das Treffen am Donnerstag mit einem Aperitif und den Begrüssungsworten von Martin Bertschinger, der uns sogar schon den Ort einer mobilen Radarkontrolle vor dem Bernina-Pass mitteilen konnte! Das nennt sich Service!
Bekannte Gesichter waren zu sehen (der schon oft zitierte „harte Kern“ des Freundeskreises), aber auch ein Neuzugang unter den Teilnehmern wurde herzlich begrüsst. Nach dem Abendessen zeigte sich, dass nicht nur unsere Fahrzeuge älter werden, sondern auch deren Fahrer, an früheren Treffen gingen wir nicht so zeitig zu Bett!
Der Freitag begrüsste die Frühaufsteher mit Nebel, der sich aber bald lichtete und die Sonne ins schöne Tal scheinen liess. Die Ausfahrt führte über den Bernina-Pass nach Poschiavo, wo wir einer interessanten Führung durch die wunderschöne Ortschaft beiwohnen durften und erfuhren, dass in vergangenen Tagen viele Einwohner auswanderten und als Zuckerbäcker in fernen Landen zu Geld kamen. Das Heimweh trieb sie aber wieder zurück ins Puschlav, wo sie sich die schönen Häuser bauten oder kauften, die heute das Ortsbild prägen. Zum Mittagessen ging es nach Le Prese in ein Lokal direkt an einem kleinen See gelegen, wo ein gemütliches Essen im Schatten einer Pergola auf uns wartete. Der Nachmittag war gewissermassen zur freien Verfügung, die meisten entschlossen sich (mit der vom Hotel abgegebenen Bergbahnkarte) mit der Standseilbahn nach Muottas Muragl zu fahren. Von dort aus geniesst man einen traumhaften Blick über das Engadin mit seinen Seen (und die Getränkeauswahl lässt kaum Wünsche offen). So liessen sich Freundschaften pflegen und die Zeit verging wie im Flug.
Zurück im Hotel trafen sich einige zum Aperitif vor dem Essen, das an diesem Tag mit einem Absacker an der Bar ausklang (geht also doch noch!).
Am Samstag war ein Programm für Sportliche und weniger Sportliche vorgesehen, ersteren wurde vorschlagen, nach dem Ofenpass via Umbrail über das Stilfersjoch zu fahren. Die Erfahrung einiger Teilnehmer, dass letzt genannter Pass an einem Samstag bei schönem Wetter bei Oldtimerfahrern, Motorradfahrern und Fahrradfahrern äusserst beliebt ist, liess aber alle davon absehen, sich diese Strecke anzutun. So fuhren also alle gemütlich via Zernez über den Ofenpass (durch den Schweizer Nationalpark) ins Münstertal, wo sich ein Halt beim (UNESCO Weltkulturerbe) Benediktinerinnen Kloster von Sta. Maria anbot. In der nahe liegenden Ortschaft Glurns genehmigten sich die meisten einen Kaffee oder ein Bier, galt es doch, nicht zu früh beim Mittagessen in Mals einzutreffen. Glurns ist ein nettes Dorf, das aber unter ausgeprägtem Durchgangsverkehr leidet, denn auch der Ofenpass zieht Zwei- und Vierräder an, die ihn „just for fun“ befahren wollen. Aber wer Im Glashaus sitzt, der soll bekanntlich nicht mit Steinen werfen! Zum Mittagessen ging es wenige Kilometer weiter nach Mals auf eine Terrasse mit Blick auf das Südtirol mit seinen Obstplantagen.
Im Anschluss an das Essen fuhren wir über den Reschenpass (der seinen Namen nicht verdient, es ist eigentlich mehr ein Übergang) nach Martina, Scuol und schliesslich nach Guarda zum Hotel Meisser zu Kaffee und Bündner Nusstorte. Guarda ist übrigens nicht nur ein für sein intaktes Ortsbild ausgezeichnetes Dorf, es ist (oder vielmehr war) auch Schauplatz des berühmten Kinderbuches „Schellen Ursli“, welches von Selina Chönz geschrieben und von Alois Cariget illustriert wurde. Gestärkt durch die feine Kalorienbombe namens Nusstorte nahmen wir die letzte Etappe zurück nach Celerina unter die Räder. Der Himmel verdunkelte sich zusehends und unter den Cabrio Fahrern begann der Wettbewerb: „Wer fährt am längsten offen?“ Nun, der Autor fuhr eine Ortschaft zu weit, war aber wenigstens nicht alleine beim notfallmässigen Schliessen des Verdecks. Die letzte halbe Stunde Fahrt war geprägt durch abnehmende Sicht und zunehmenden Regen. Das Engadin wollte offensichtlich beweisen, dass es neben dem berühmten Sonnenschein und der klaren Luft auch die Rubrik „Bergsommergewitter“ beherrscht! Unsere kleinen Scheibenwischer führten einen aussichtlosen (im wahrsten Sinne des Wortes) Kampf gegen die Wassermassen, derweil die Lüftung verzweifelt versuchte, die Innenseite der Scheiben beschlagfrei zu halten. So wurden vorhandene Lappen abwechslungsweise gebraucht, um die Scheibe frei zu wischen und eindringendes Wasser aufzunehmen. Wo überall ein (altes) Auto nicht dicht sein kann! Schliesslich erreichten alle wohlbehalten und mehr oder minder durchnässt die Hotelgarage und kamen zum berechtigten Schluss, dass die Automobiltechnik in den letzten sechs Jahrzehnten doch nicht unerhebliche Fortschritte gemacht hat.
Vor dem Abendessen lud Martin Bertschinger zum Aperitif in den Wintergarten des Hotels ein. Zufriedene Gesichter liessen unschwer erkennen, auch das diesjährige Treffen war ein voller Erfolg. Wir durften eine wunderschöne, mit Pässen angereicherte Landschaft befahren und hatten genügend Zeit, uns untereinander auszutauschen. Letzteres ist ein zentrales Element der 503 Treffen, gilt es doch langjährige Freundschaften zu pflegen.
Franz Schöfmann bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Yvonne und Martin Bertschinger für die Organisation und Durchführung des 30. Treffens.
Franz durfte auch bekannt geben, dass sich die 503er im Jahre 2020 in der Region um Wolfegg treffen werden, Klaus Jansen wird das 31. Treffen ausrichten.
Das Datum steht bereits fest: 2. – 5. Juli 2020.
Wir freuen uns auf nächstes Jahr, behalten aber das diesjährige Treffen in bester Erinnerung.
Besten Dank!
Beat Gontersweiler
„Nomen est omen“, das wussten schon die alten Römer. Aber im Falle des diesjährigen BMW 503 Treffens bei Regensburg traf dieses Sprichwort glücklicherweise nicht zu: der Himmel präsentierte sich meist in den BMW Farben blau-weiss und die Temperaturen waren perfekt für Mensch und Maschine. Einem gelungenen Treffen stand also nichts im Wege, und das wurde es auch. Traudl und Wolfgang Schneider, langjährige, genau genommen ständige Gäste an den 503 Treffen mit ihrem weissen 502 Coupé (Kosename: „Schneider Weisse“), waren die Organisatoren. Unterstützung erhielten sie durch Gabi und Franz Schöfmann.
20 Fahrzeuge aus drei Ländern folgten der Einladung nach Regensburg und ihre Insassen bezogen Quartier im frisch renovierten Posthotel „Forster’s“ in Donaustauf. Wie jedes Jahr waren viele bekannte Gesichter auszumachen (der harte Kern, auf den man zählen kann), aber auch Neuzugänge wurden herzlich begrüsst. In zwei Autos war bereits die dritte Generation Teilnehmer zu sehen, die 503 Gemeinde scheint keine Nachwuchsprobleme zu haben!
Ankunft am Donnerstag, 14. Juni
Doch nun der Reihe nach: am Donnerstagabend war offizieller Auftakt mit dem inzwischen traditionellen Sektempfang, gefolgt von der Begrüssung durch Wolfgang Schneider. „Bayern, Bier und BMW“ stellte er in Aussicht, und alle drei Versprechen sollten gehalten werden. Ein gutes Essen vom Buffet sorgte zusammen mit den absolvierten Autobahnkilometern im 503 für die nötige Bettschwere.
Freitag, 15. Juni
Am Freitagmorgen führte uns ein Bus an Regensburg vorbei zum Kloster Weltenburg, welches am Ufer der Donau liegt und sich durch eine kunstreiche Kirche (erbaut durch die Gebrüder Asam) sowie einen sehr weltlichen Biergarten auszeichnet. In diesem Fall trifft „nomen est omen“ zu!
Nach Besichtigung und Stärkung führte ein kurzer Fussmarsch zum Schiffsanleger, bei welchem wir ein Kursschiff bestiegen, welches uns durch den landschaftlich imposanten Donaudurchbruch nach Kehlheim brachte. Hier erwarte die trockenen Kehlen eine Besichtigung der (wie könnte es auch anders sein!) „Schneider Weisse“ Brauerei. Nach einem ersten Schluck zum Empfang wurden wir durch die Brauerei geführt, die inzwischen in 6. Generation durch die Familie Schneider (leider nicht verwandt und nicht verschwägert mit Wolfgang) geführt wird. Den Abschluss unseres Besuches bildet das Mittagessen im Brauerei eigenen Restaurant, verbunden mit einer Verkostung von sieben verschiedenen Weissbieren. Damit waren zwei Versprechen bereits am ersten Tag eingelöst worden.
Mit dem Bus ging es nach Regensburg, wo sich die Gruppe in Fussgänger und Nichtfussgänger teilte für eine Führung durch diese vom Krieg weitgehend verschonte Stadt. Viel historische Bausubstanz ist zu bewundern, überragt vom beeindruckenden Dom. Wir erfuhren Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte der Stadt, in der heute eine entspannte, friedliche Stimmung zu herrschen scheint. Zum Abendessen fanden sich alle im Brauereigasthof „Kneitinger“ ein, ein uriges Lokal, das niemand hungrig oder durstig verliess. Vor 21.00 Uhr waren wir wieder beim Hotel, ein Absacker im Garten liess sich daher nicht vermeiden.
Samstag 16. Juni
Am Samstagmorgen ging es erst um 9.00 mit dem 503 los, ein wenig Ausschlafen war also möglich. Die erste Kurzetappe führte zur Walhalla, die neben dem Ort Donaustauf am Hang oberhalb der Donau thront. Erbaut von 1830 bis 1842 durch König Ludwig I. hat sie die Form eines griechischen Tempels und ist eine Art Ruhmeshalle für Menschen deutscher Muttersprache. Selbst ein paar Schweizer haben darin Asyl gefunden! Ein eindrücklicher Bau an bester Lage und mit einem phantastischen Blick in die Weite des Landes. Die anfängliche Vermutung, der Tempel sei eine Leihgabe der Griechen als Pfand für all die Euromillionen, die sie von Deutschland erhalten haben, erwies sich als falsch. Er ist eine Replica!
Nach dem Gruppenfoto mit unseren 503ern auf dem Parkplatz ging es weiter durch das Regental, welches uns mit Sonne verwöhnte, zur Burg Falkenstein (nicht Frankenstein, die war beim Darmstädter Treffen 2015) zum Mittagessen. Im Innern der Burg, aber an der frischen Luft, konnten leere Mägen gefüllt werden. Und wer danach das Bedürfnis nach körperlicher Betätigung verspürte, dem wurde die Besteigung des Turmes empfohlen. Der Aufstieg lohnte sich, insbesondere der Anblick wegfahrender 503er aus der Vogelperspektive war etwas Besonderes.
Die nächste Etappe brachte uns zu einem stillgelegten Schmucksteinbergwerk in Bach (Ortsname!), welches die Kälteresistenten unter uns besichtigen konnten. Ausgerüstet mit Helm und Lampe zeigte uns ein kompetenter Führer was wo wie abgebaut wurde. Eine kurze Schlussetappe brachte uns entlang der Donau zurück zum Hotel, unter die Dusche und zum Aperitif mit anschliessendem Essen.
Wie immer unter den 503ern war die Stimmung während des ganzen Treffens familiär, herzlich und entspannt. Ein echter Freundeskreis eben.
Das Programm war nicht überladen, so dass sich viel Zeit zur Pflege der Freundschaften fand und ein allfälliges Falschfahren auf einer Etappe keinen Stress auslöste: bei nur gut 120 km Strecke durften es auch ein paar Mehrkilometer sein!
Traudl und Wolfgang Schneider sei an dieser Stelle herzlich für die Organisation und die Durchführung des Treffens gedankt. Ein gut gewählter Ort, ein abwechslungsreiches Programm, ein perfektes Roadbook (Danke hierfür auch an Schöfmanns), was will man mehr!
Im kommenden Jahr, zum 30. Internationalen 503 Treffen, wird Martin Bertschinger in die Schweiz einladen, vielen Dank im Voraus.
PS: Auf den letzten Kilometern der Heimfahrt nach Zürich holte uns dann der Regen doch noch ein! So ganz falsch lagen die Römer also doch nicht.
Beat Gontersweiler