9. internationales BMW 503-Treffen

Bericht vom k. u. k.-Treffen der BMW 503 vom 25. – 28. Juni 1998 in Baden bei Wien

k&k

kulturell & kulinarisch
kompetent & knifflig
köstlich & kurzweilig

Baden war seinerzeit Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhofs und auch der „Freundeskreis BMW 503“ durfte sich heuer hier „kaiserlich und königlich“ erquicken. Weil wir aber ganz unpolitisch bleiben wollen, soll das historische k. u.-k. in diesem Bericht andere Bedeutungen haben.

Erwartet wurden die Teams am Donnerstagnachmittag von Alexandra Schwarz in dem mit einem Renaissance-Schloss zusammengebauten, im schönen Park „Rosarium“ gelegenen „Hotel Schloss Weikersdorf“ im Kurort Baden bei Wien.

Beim abendlichen Begrüssungscocktail auf der Hotelterrasse herrschte allerseits große Freude, „unseren“‚ 503-Designer Albrecht Graf Goertz wieder empfangen zu dürfen. Nach dem Diner horchten beim Kommentar von Herrn Wohlmann zur umfangreichen Unterlagen-Mappe einige Langstrecken-Rallyefahrer auf, als er ankündigte, der samstägliche Ausfahrts-Abschnitt zwischen Jause und Mittagsrast sei im Stil des Sportleiters Höllstern vom BMW VC D angelegt …

   k. u. k. – Freitag: kulturell und kulinarisch

Auf dem Freitags-Programm standen jedoch noch keine BMW-Aktivitäten, sondern zuerst eine Busrundfahrt zu den prächtigen Wiener Sehenswürdigkeiten. Imposant war aber schon der absolut unerwartete, herzliche Empfang vor dem Bus durch das clubweit bekannte 700er-Rallyeteam von Helga Müller, das sich bei einem zufälligen Wien-Aufenthalt für heute der Gruppe anschloss. Auf der Fahrt zum Zentrum wurde uns beim weltbekannten Schloss Schönbrunn Zeit für einen kurzen Spaziergang in den großartigen barocken Schlossgarten eingeräumt. Dies, wie auch die anschliessende Rundfahrt auf dem „Ring“ mit der Erläuterung zu den fast unzähligen historischen Gebäuden und Denkmälern, konnte nur als Appetithäppchen und Einladung zu einem ausgedehnteren Aufenthalt in Wien empfunden werden.

Nach einer Fahrtunterbrechung beim Stephansdom für einen individuellen Altstadtbummel überquerten wir die Donau, um in den Donaupark auf der Insel zwischen der alten, stillgelegten und der neuen, fliessenden Donau zu gelangen. Dort beförderte uns der Lift im Donauturm auf 150 m Höhe, wo wir aus dem sich langsam um die Achse drehenden Panorama-Restaurant den unendlich weiten Blick über Wien während des Mittagessens ausgiebig geniessen konnten. Damit erübrigte sich eine Fahrt zum bekannten Aussichtspunkt Kahlenberg nordwestlich von Wien. Am Nachmittag wurde unsere Gesellschaft zum Hundertwasser-Haus geführt, mit welchem 1984 der gleichnamige, international bekannte Maler und Grafiker in einem Komplex von Sozialwohnungen seine Vorstellungen des Einbezugs der Umwelt in die Architektur verwirklichen durfte. Jeder wurde aufgefordert, sich seine eigene Meinung zu diesem Monument moderner Kunst zu bilden. Über etwas, das ich noch nie verstanden habe, mochte ich mich nicht äußern, aber vielleicht wollte Sankt Petrus seine ebenfalls altmodische Ansicht kundtun, als er vernehmlich donnern liess, jedoch auf eine Dusche verzichtete. Auf der Rückfahrt nach Baden lernten wir, dass man es vermeiden sollte, am späteren Freitagnachmittag Wien auf der Strasse verlassen zu wollen.

Gehört hatte ich schon oft vom „Heurigen“ und vom „Gumpoldskirchner“, der seinerzeit von Hans Moser besungen wurde. An diesem Abend durften wir diese Atmosphäre im nahen Gumpoldskirchen nun selber erleben. Die meisten Heurigen-Schenken, „Buschenschank“ genannt, sind keine Restaurants, sondern gehören Winzern, die in ihren Höfen, Kellern oder Häusern ihren selbstgekelterten Wein und kalte Speisen auftischen dürfen. Für uns wurde ausnahmsweise sogar noch ein Teller Warmes gebracht. Bei dem weiter anhaltenden Wetterglück unterhielt uns im Garten ein Ziehharmonikaspieler mit volkstümlichen Weisen und die holden Weiblichkeiten durften sich intensiver Konversation mit Graf Goertz erfreuen. Am selben Abend begann in der Parallelgasse das örtliche Weinfest, von dessen Stimmung man sich auf einem Spaziergang noch eine Prise holen konnte, bevor uns der Bus zurück ins Hotel brachte.

   k. u. k. – Ausfahrt: kompetent und knifflig

Als ich mich am Samstagmorgen kurz vor der auf 9 Uhr angesetzten Startzeit auf den Schlossparkplatz begab, herrschte um die 17 dort versammelten 503er schon ein emsiges Treiben und bereits wurden die Dienste des hilfsbereiten Clubfreundes Emmerich Wegerer eifrig beansprucht, der sich für den Pannendienst auf dieser Ausfahrt verdankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte.

In einem von der BMW Mobile Tradition gestellten, schönen 503-Coupé durfte sich Graf Goertz mit Fahrer J. Grassl für den Parcours bereitmachen.

Der Fahrtleiter verzichtete auf eine vorbestimmte Startreihenfolge, so daß wir gleich zur Hotelbrücke vorfahren und uns die erste 503-Fachfrage stellen lassen konnten. Ausgangs Baden lernten wir das aus einer Schrammel-Melodie geläufige, felsige und bewaldete Helenental kennen, immer gespannt darauf, die Abzweigung nach Heiligenkreuz nicht zu verpassen, weil das Road-Book keinerlei Distanzangaben enthielt. Vorbei am dortigen ältesten Zisterzienserkloster Oesterreichs und am Ort des 1889 die österreichische Monarchie erschütternden Dramas von Mayerling, wurden wir auf ein Stück der österreichischen Barockstrasse dirigiert. Auf pittoresken Strecken durch das Triestingtal, über den Berg Hals und via Pernitz erreichten wir am Miesenbach das Gasthaus Apfelbauer, wo wir vor dem Parkieren zuerst auf die Kenntnis unseres Reifendrucks hinten rechts geprüft wurden.

Während der Jause wurden wir durch die schriftlichen Aufgaben auf dem beim Start erhaltenen zweiseitigen Fragebogen gefordert, die sich auf verschiedene Geschehnisse des Jahres 1956 – des Produktionsbeginns unseres Fahrzeugtyps – bezogen. Bei der Frage nach den damaligen Preisen von beispielsweise ein Kilogramm Butter, fünf Kilogramm Kartoffeln, ein Liter Milch, war es schon für die älteren Teilnehmer schwierig genug, sich daran zu erinnern zu versuchen. Was aber sollten die damals noch im Vorschulalter stehenden Co-Pilotinnen einsetzen? Eine bessere Chance wurde diesen vor der Weiterfahrt geboten, als jedes Team den aktuellen Gesamtwert eines in einem Feinkostgeschäft zusammengestellten Einkaufskorbes schätzen mußte.

Gut erholt nahmen wir den nächsten, als besonders vertrackt angekündigten Abschnitt der Ausfahrt in Angriff, der vorerst über den Berg Ascher und durch den Ort Puchberg Richtung Neunkirchen führte. Bei der Ausfahrt aus Sieding beachteten manche die Tafel „Sackgasse“ an der Strasse Richtung Gadenweith, Thann nicht, auf die mich meine Co-Pilotin noch rechtzeitig aufmerksam machte. Diese Tafel überraschte mich aufgrund des vorgängigen Kartenstudiums mit der Lupe nicht, aber unerwartet war, dass der an dieser Stelle abzweigende, unscheinbare einspurige Fahrweg keinerlei Flur- oder Zielbezeichnung nach dem Ort Bürg aufwies. Die Anwohnerinnen bestätigten jedoch sofort meine Vermutung.

Die nächste Versuchung, eine schönere Strasse anstelle einer unbedeutenden, nicht angeschriebenen zu wählen, hatte der Fahrtleiter beim Abbiegen nach der Eisenbahnunterführung in Schlöglmühl im Tal der Schwarza „eingebaut“, zudem an einer Stelle, an welcher die Generalkarte 1:200000 schlecht leserlich war. Meines Wissens gab es aber keinen Kontrollposten mit Kamel-Stempel. Die gründlichste Nasführung gelang unserem Streckenplaner dann an der Semmeringbahn, als wir seiner Aufforderung zu folgen versuchten: „Sie fahren durch den Ort Breitenstein und biegen ca. 20 m vor dem Gasthaus Blunzenwirt rechts Richtung Reichenau ab.“ Nach dem Passieren der Ortsanfang-Tafel liessen sich wohl die meisten Teams durch ein nach rechts weisendes Schild „Breitenstein 1 km“ zum Abbiegen verleiten. Daß man geradeaus ebenfalls auf Breitensteiner Boden geblieben und zum Blunzenwirt gekommen wäre, merkten auch wir erst weit oben, als anstelle der im Road-Book avisierten Bahn-Unterführung ein Niveauübergang kam. Wie in einem ähnlichen Fall am Rallye de France wurde das Finden der richtigen Route leider nicht bewertet. Tatsächlich: Alfred Wohlmann hat sich auf dieser Teilstrecke den VC D-Fahrtleiter Höllstern bis ins letzte Detail zum Vorbild genommen. Damit man trotzdem Strafpunkte sammeln konnte, mussten unterwegs noch drei Objekte gefunden und korrekt registriert werden.

Vor der Mittagspause im hoch über Reichenau liegenden „Gasthof Flackl“ testete Frau Schwarz noch die Manövrierkunst der Piloten mit dem rechtwinklig RückwärtsAbdrehen und mittig zwischen zwei Stangen einparkieren. Damit war eine genügend reichhaltige Strafpunktsammlung zusammengekommen, um den Computer eine klare Rangliste errechnen zu lassen.

Ob man dem Versprechen wohl trauen durfte, das dritte Teilstück bis zum Ziel werde harmlos sein, wenn es gleich mit dem Höllental begann ? Dieses liegt zwischen den Hausbergen der Wiener, dem Schneeberg (2076 m) und der Raxalpe (2007 m), und wer so kurvige Strecken gern hat, konnte sich daran diabolisch freuen. Wer jedoch erwartete, dass mit dem gegensätzlichen Flurnamen Klostertal, das wir über den nächsten Paßübergang anpeilten, himmlische Freuden bevorständen, hatte sich in der Art derselben getäuscht. Wir kamen nämlich in einen Wolkenbruch, der einige Teilnehmer eine Unterstellmöglichkeit suchen ließ.

Glücklicherweise war auf dem folgenden Parcours der Hagelzug schon niedergegangen, denn die respektablen Wehen am Strassenrand liessen erahnen, vor welcher Mißhandlung unsere Karosserien verschont blieben. Die mustergültige Organisation unseres Fahrtleiters sah nach den 220 Kilometern der Ausfahrt zwei Zielankunfts-Varianten in Baden vor. Bei Schönwetter in der noblen Ambiance des Kurparks vor dem ersten und ältesten Spielcasino Österreichs, bei Schlechtwetter vor unserem Hotel. Es mußte aber eine dritte, eine Katastrophen-Variante improvisiert werden, weil unser Schloßparkplatz, knöcheltief unter Wasser stand.

   k. u. k. – Abend: köstlich und kurzweilig

Vor dem delikaten Gala-Buffet konnten sich 19 Besitzer von 503ern mit ihren Gefährtinnen, zusammen mit Graf Goertz, bereits wieder nach Schönwetter-Variante auf der Hotelterrasse zum Apéritif treffen und sich an den Klängen einer Zitherspielerin erfreuen. Beim Rückblick auf den Ablauf des Treffens mußte Herr Wohlmann noch Nachholbedarf an Österreich-Kenntnissen bei den Teilnehmern feststellen, denn keiner hatte als Bundespräsidenten des Jahres 1956 richtig Theodor Körner bezeichnet. Besonders lobend würdigen konnte er hingegen Freund Ludwig Alter, der mit seinem BMW 327 bis an diesem Morgen an der Österreichischen Alpenfahrt engagiert war, sich sein 503-Cabrio an deren Ziel bringen ließ und so in der Mittagspause zu uns stieß.

Bei der Rangverkündigung durfte jeder Teilnehmer, beginnend beim Letztplacierten bis zum Viertrangierten, eine CD vom diesjährigen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit Strauss-Melodien entgegennehmen. Die zuletzt Aufgerufenen, „Newcomer“ Lutz Janssen als Dritter, „Dienstältester“ Hanskonrad Schaer als Zweiter und Dr. Hans Dieter Schwertfeger als Sieger wurden mit je einer in Ton gebrannten und glasierten Tafel ausgezeichnet, die ein gelbes 503-Coupe und ein rotes 503-Cabriolet aus der Original V8-Werbebroschüre zeigen. Die Hochspannung war damit aber noch nicht zu Ende, blieb doch noch offen, ob sich jemand zur Ausrichtung des nächstjährigen 503-Treffens anerboten hat und damit den Wanderpreis für ein Jahr übernehmen darf. Mit Akklamation wurde die Mitteilung von Klaus Dieter Frers aus Dellbrück (Deutschland) aufgenommen, daß er für 1999 ins Sauerland einladen werde.

Für dieses Jahr möchte ich im Namen aller Teilnehmer unseren Organisatoren Alfred Wohlmann und Alexandra Schwarz für die in bester Erinnerung bleibende Veranstaltung recht herzlich danken, die unter der Donaumonarchie eine vortreffliche Empfehlung für die Ernennung zum „k. u. k. – Hoflieferanten“ gewesen wäre.

Hanskonrad Schaer

Beim Samstags-Apéritif dürfen sich Ehrengast Graf Goertz und dsa Organisatorenpaar Alexandra Schwarz und Alfred Wohlmann über die gelungene Veranstaltung freuen.

8. internationales BMW 503-Treffen

vom 27. – 29. Juni 1997 in Zürich

Der Wetterbericht versprach wirklich nichts Gutes aufs Wochenende vom 27.-29.Juni 1997 und warum es an diesem Wochenende schönes Wetter sein sollte lag daran, dass die Besitzer von 503-Fahrzeugen sich im Raum Zürich treffen wollten. Die Anreise am Freitag war dann auch für alle Teilnehmer total verregnet. Aber nichts desto trotz reiste man von allen Himmelsrichtungen, sprich Ländern an und bezog Unterkunft in der Hostellerie im Zentrum Geroldswil in der Nähe von Zürich. Nach dem gemeinsamen Nachtessen begrüsste Beat Gontensweiler die Gäste und Roland Meier orientierte über die vielversprechende Ausfahrt am Samstag.

Kaum aufgestanden am Samstagmorgen bin ich zum Fenster gegangen, man glaubt es kaum, es regnet nicht und das blieb auch den ganzen Tag so. Um 08:30h giengs dann auch schon im 1 Minutenabstand los und vor der Abfahrt wurde einem schon ein grosses Gurkenglas mit vielen Muttern vor die Nase gehalten und um die Menge dieser im Glas gefragt. Es waren 503 Stck. drin, was auch von etlichen Fahrern geraten wurde. Nun aber los durch Felder, Wiesen und Wälder hinauf nach Regensberg. Das 1244 gegründete Städtchen auf dem östlichsten Juragebirgszug, Lägern genannt, bietet einerseits einen wunderschönen Schlosshof um 503er Fahrzeuge aufzustellen und anderseits eine grosse Weitsicht in die Alpen. Die einen stiegen auf den Turm und andere schauten in die Tiefe des sich dort befindenden Soodbrunnens. Die Weiterfahrt wurde erst freigegeben als alle 29 Fahrzeuge aufgstellt waren und dazu gesellte sich auch die Nr. 30 ein BMW 507.

Und was hier schon erwähnenswert ist, dem OK ist es gelungen zu diesem Treffen auch Graf Geortz zu begrüssen und der ältere Herr überraschte da und dort mit Witz und Humor. Nun wieder weitergefahren runter ins Surbtal, in Niederweningen rechts ab über den berüchtigten „Siglistorfer“ der nicht sehr lang, aber steil und kurvig wie eine Passstrasse ist. Bei Kaiserstuhl, das Brückenstädchen wurde im 13. Jahrhundert gegründet, vorbei zu einem der grössten Kieswerke im Raum Zürich, nach Weiach. Ich dachte schon auweh Kieswerk, Schlamm und Dreck, dem war nicht so, denn bei diesem Posten galt es das Gesamtgewicht seines Fahrzeuges mit allem drum und dran zu schätzen und dann auch gleich auf diese LKW-Brückenwaage zu fahren. Anzeige Digital, das Gewicht war sofort ablesbar und es gieng weiter zu Posten 2. Nun war es ein Genuss, das zürcherische Weinland über alte Brücken, durch Rebberge und Hügel zu durchfahren wo man uns letztlich am genannten Posten 2 in der Kartause Ittingen erwartete. Nun war auch ein wenig Zeit übrig um diese, im Kanton Thurgau stehende Kartause zu besichtigen, sich mit Kaffe und Gipfel zu stärken und obendrein noch den mit 30 Fragen mit den richtigen Antworten ausgefüllten Bogen wieder abzugeben.

Nun die Reise geht weiter über die Thur , über Hügel und durch wunderschöne Dörfer und Weiler mit den, für diese Gegend typischen Fachwerkhäusern. Wir überqueren die Hauptstrasse Winterthur-St.Gallen und in Elgg gilt es schon den nächsten Höhenzug zu überfahren an einem sehr schönen, kleinen Badesee vorbei in Richtung Allenwinden/Sternenberg zum höchstgelegenen Dorf im Kanton Zürich. Auf einer Terrasse hatten wir uns alle wieder eingefunden und stärkten uns für die weitere Etappe. Das Wetter spielte wirklich mit und die Reise geht weiter nach Rapperswil, am Zürichsee entlang bis Meilen. Zwischen Meilen und Horgen wird eine Fähre betrieben und wir überqueren den See, überfahren gleich den nächsten Hügelzug, den Albis wo wir uns in Stallikon beim Posten 3 einzufinden hatten.Hier wurde einem eine Tafel mit 4 Fotos von Teilen vom 503-er gezeigt, diese waren so vergrössert, dass auch wir kaum das Nebellampenglas erkennen konnten. Nun wieder weiterfahren zum Ziel nach Geroldswil. Der Schreiber und seine Frau hielten es nicht mehr für nötig sich am Ziel zu melden, was sich trotz Rang 4 mit Strafpunkten bemerkbar machte. Zurück aufs Zimmer, wieder frisch gemacht und um 17:15h eingestiegen in einen Bus der Zürcher Verkehrsbetriebe.

In Zürich angekommen teilte man sich in 3 Gruppen und bekam durch stadtkundige Reiseleiter/Innen auf einem stündigen Bummel durch diese Stadt über Geschichte und Tradition einen kleinen Einblick. Um 19:00h waren wir dann bei der Familie Gontensweiler im „Im Haus zum Steinberg“ in der Zürcher Altstadt zum Apero eingeladen und gegen 20:00h erwartete man uns im Zunfthaus „zur Schmiden“ zum Nachtessen. Wunderschön gedeckte Tische, von Vorspeise über Hauptgang bis Dessert sehr gut gegessen, verlebten wir einen wunderschönen und gemütlichen Abend. Um 23:00h giengs mit dem Bus wieder zurück nach Geroldswil wo sich einige noch einen Schlummertrunk an der Bar gönnten, ehe Bettruhe angesagt war.

Am Sonntag nach dem Frühstück sind wir wieder losgefahren nach Oberhasli, einer kleinen Gemeinde im Zürcher Unterland, zur Besichtigung eines Musikmuseums. Graf Goertz war wieder mit dabei und was wir hier zu sehen bekamen war einfach Spitze und setzte diesem Treffen noch die Krone auf. Dieses Musik-und Musikmaschinen- museum sollte auf jeden Fall, wenn man in der Gegend ist, besucht werden. Die BMW-Schweiz aus Dielsdorf führte uns dort noch 3 Neuwagen, nähmlich einen Z3/2,8lt, ein M3-Cabrio und einen 528er Combi vor und verwöhnt wurden wir hier nochmals mit einem reichhaltigen Buffet bevor nun alle, bis zuletzt gebliebenen von nah und fern die Heimreise unter die 503er Räder nahmen. Es wären noch viele schöne Dinge nennenswert gewesen und trotzdem bleibt uns allen den Familien Meier und Gontensweiler ganz, ganz herzlichst für diese herrlichen und super organisierten Tage im Raum Zürich zu danken. Dieses 503er-Treffen wird uns in bester Erinnerung bleiben bei dem 29 Stck. 503er und 1 507er anwesend waren. Das nächste Treffen, munkelt man, soll in der Gegend von Wien durchgeführt werden, wir freuen uns jetzt schon.

Paul Naef

7. internationales BMW 503-Treffen

vom 15-18 August 1996 in München – Jumbiläumstreffen „40 Jahre BMW 503“

40 Jahre BMW 503

Weiß-blau, der Himmel über dem Starnberger See – wie eben Bayern und BMW ! Schweizer, Österreicher, ja sogar die Schweden waren angereist und ließen sich das heurige Münchner Jubiläumstreffen nicht entgehen. Bei Sonnenschein am Donnerstag reisten unsere 503-Freunde an, bekamen sogleich im Hotelfoyer das Roadbook für Samstag, die Ralley- und Namensschilder und sonstiges in der Informationstasche überreicht.

Kaum von der Anreise erholt, war ein Fußmarsch dem Starnberger See entlang angesagt, vom Strandhotel �Schloß Berg“ zum gemütlichen Bootshaus im Seegrundstück unserer 503-FreundeJeanette und Christoph Schmidt. Bei einer zünftigen Maß Bier, mit Gegrilltem und bayrischen Klängen waren schnell alte und neue Freunde gefunden. Trotz zwischenzeitlich wolkenbruchartiger Regenfälle löste sich die gemütliche Runde erst spät auf.

Am Freitagvormittag war die erste Sonderprüfung auf einem Rundkurs angesagt. Großes staunen Aller, als sich dieser �Rundkurs“ als Go-Kart Bahn im Münchner Kart Palast entpuppte. Mann, oder Frau mußte die zum Rundkurs benötigte Zeit schätzen, dann im Rennfahrerdress und Helm losbrausen. Abweichungen der geschätzten Zeit wurden in Strafpunkte umgerechnet. Auf dem Go-Kart-Bahn-Hof mußten wir dann noch weitere Präzisionsübungen absolvieren. Ein Spaß, zu sehen, wie gut oder nicht gut Mann (oder Frau) die Begrenzungen des 503schätzen kann. Auch hieraus ergaben sich wieder Strafpunkte.

Weiter ging’s, es war fast Mittag zum Empfang zu BMW ins FIZ, dem Forschungs- und Ingenieurs-Zentrum. Wir stellten uns alle auf dem schönen Platz rund um den Springbrunnen zum Gruppenfoto auf. Herr Strassl von der ‚Mobilen Tradition‘ begrüßte uns und ließ unswissen, daß die anwesenden BMW-Mitarbeiter eigens wegen uns ins FIZ gekommen waren, obwohl sie wegen des Feiertags am 15.8.96 eigentlich Urlaub gehabt hätten. Wir belohnten dies mit einem herzlichem Applaus. Herr Dr. Lange, Leiter der BMW-Qualitätssicherung und auch ein Mitglied unseres Freundeskreises, hieß uns im Namen des Vorstandes der BMW AG im Hause willkommen und stellte die Tätigkeiten im FIZ vor. Es sind ca. 5 000 Mitarbeiter dort tätig, in Sachen Forschung, Entwicklung, Versuch, Konstruktion der serienreifen Produkte verbunden mit Einkauf und Fertigungsplanung. Gerne nahm jedes Team von uns als Geschenk der BMW AG eine Faksimile-Ausgabe des BMW-Pflegedienstheftes des 503 von 1956 mit Dank entgegen. Hervorragend war dann das Mittagsmahl welches BMW uns spendierte. Mancher wird die Mitarbeiter des FIZ um diese Kantine beneiden.

Ein �Schmankerl“ ganz besonderer Art ermöglichte uns Dr. Lange zur Nachnachspeise auf dem BMW-Meßgelände, ca. 12 km nordöstlich des FIZ. Wir konnte dort verschiedene Testprogramme auf Dauerlauf-Rollen-Prüfständen bestaunen. Mit Testfahrern in Neuwagen durften wir auf der mit Wasser besprengten Schleuderplatte �karusselfahren“, den Kurvenparcours mit Hochgeschwindigkeit passieren, die Buckelpiste erproben, die Autos auf gerader Strecke mit Höchstgeschwindigkeit erleben und eine Steigungs-/Gefälleprüfung absolvieren. Ziemlich blaß stiegen einige aus, manche entledigten sich des Mittagsmahls, wieder andere bekreuzigten sich nach der Fahrt. Unser Sohn sah es als sein �schönste Ferienerlebnis“. Im Windkanal konnten wir den Demonstrationen am eigens für uns hier plazierten 503-Werkscoupé beiwohnen. Im Gegensatz zu den heute üblichen Luftwiderstandsbeiwerten (Cw) um ca.0,3 wurden bei dem 503er beachtliche 0,45 für die zeitlos-elegante Form gemessen. Zum Schluß wurde in der Crash-Anlage ein Frontalaufprall einer neuen 5er-BMW-Limousinemit 50 km/h gegen eine Mauer vorgeführt.

Leichte Kost am Abend im Corte del Teatro in Dietramszell eine Privatvorstellungdes Stücks �Saison in Salzburg“ mit anschließendem köstlichem toscanischen Buffet.

Am Samstag – die große Fahrt ! 330 km waren zu bewältigen. Bei wieder weiß-blauem Wetter mit professionellem Bordbuch ausgestattet, durchs Isar-Tal, Bad-Tölz, Richtung Tegernsee zum �Kanzler Hof,“ unser erster Halt, zwecks Weißwurstfrühstück, bei unserem Organisator Max Heiden. Gerne hätten wir dort länger verweilt, ein schöneres Plätzchen ist nicht leicht zu finden, aber noch viele Kilometer sind zu fahren. Über einsame Weiler, Schotter- und Waldwege gings zur Sudelfeldpasshöhe (1097 m) und zum Tatzelwurm. Keine Zeit, die einmalig schöne Landschaft zu genießen, noch weit ist es zum �WildenKaiser“ nach Kössen auf die Grießener Alm (1024 m).

Bei schriftlichen Fragen, die nur wenige zu beantworten wußten genossen wir unser Mittagessen und handelten uns dadurch schon wieder Strafpunkte ein. Fast die Hälfteder Strecke war nun bewältigt, gesättigt und sonnenbetankt gings weiter Richtung Kitzbühel,wo uns das ‚Team Sandlos`‘, seiner dortigen Ferienwohnung wegen verließ, durchs Brixental, Wörgel in Richtung Innsbruck. Vorbei am Achensee, dann entlang der Isar wieder durch Bad Tölz und noch immer keine Durchfahrtskontrolle wie angedroht in Sicht. Fast schon in Geretsried dann doch, so konnten wir (wie wir meinten heimlich) früher aussteigen in Wolfratshausen um uns daheim frisch zu machen und niemand würd’s merken. So verpaßten wir die nächste Durchfahrtskontrolle die kurz vor dem Ziel noch war – wieder Strafpunkte!

So hatten wir uns das abendliche Essen im Strandhotel am See redlich verdient und erwarteten gespannt die Siegerehrung. Als ersten Preis hatte sich unser königlich bayrischer Hofgoldschmied Max Heiden nicht lumpen lassen und ein Modell des BMW 503 Cabrios in Silber gestiftet. Der Silber-503er ist ein Wanderpreis für den jeweiligen Sieger und wenn möglich auch nächsten Organisator. Außerdem schenkte Max Heiden jedem Teilnehmer eine Anstecknadel als Erinnerung in Form eines 503ers in Silber, den Helfern und dem einzigen ihm bekannten Erst- und Noch-Immer-Besitzer des 503 Herrn Schär aus der Schweiz, die goldene Ausführung. Die Feststellung des Siegers gestaltete sich aus verschiedenen Gründen als schwierig weil erstens einige gleich viele Punkte hatten und zweitens der dann durch das Los ermittelte Sieger, unser lieber 503-Freund Herr Schaer, gezogen wurde, dieser jedoch war der Mitorganisator des wunderschönen Schweizer Treffens ’93 und will verständlicherweise nicht schon wieder die Strapazen einer Organisations olch einer Veranstaltung auf sich nehmen. Seine und unsere Clubfreunde Beat Gontersweilerund Roland Meier erfreuten uns mit ihrer Aussage, das Treffen ’97 doch in der Schweiz unter ihrer Organisation zu übernehmen. Wir freuen uns darauf.

Für das gelungene Münchner Treffen, dem Max Heiden und seiner Familie, der Familie Schmidt, dem Herrn Dr. Lange, Herrn Strassl und der BMW AG unser herzliches ‚Vergelt’s Gott‘

Gabi und Franz Schöfmann

6. internationales BMW 503-Treffen

vom 18. – 20. August 1995 in Hamburg


Ferragosto – das ist in Italien die heißeste Sommerszeit um den 15. August, während welcher sich viele Mittel- und Nordeuropäer – und wohl auch einige 503-Besitzer – an Mittelmeerstränden tummeln. Als sich Killy Kumberger vor Jahresfrist entschieden gegen einen späteren Termin mit dem Argument sträubte, aus Witterungsgründen sei der 18.-20. August in Hamburg das letztmögliche Datum, dachte sicher niemand daran, daß er uns eine mediterrane Hitzeperiode mit 30°C im deutschen Norden miterleben lassen wollte und könnte. Doch er konnte – und die übliche Bezeichnung „BMW-Wetter“ wäre hiefür eine glatte Untertreibung. Aber dies war nur eine der sich lückenlos aneinanderreihenden Besonderheiten dieses 6. BMW 503-Treffens.

7Auf die Unterbringung in einem der höchstbewerteten Hotels mitten im Herzen der Großstadt waren wir zwar durch den mit der Nennbestätigung erhaltenen Prospekt des Hauses vorbereitet, aber diese Kombination der Lage, des Komforts und der Möglichkeit, unmittelbar daneben einen in Privatbesitz befindlichen großen Platz – den „Fleetmarkt“ – allein für unsere 503er während dreier Tage zu mieten, die ist doch verdächtig, einzigartig zu sein.

Gleich beim Einchecken an der Reception des Steigenberger Hotels die nächste Überraschung: In einer namentlich beschrifteten Original-BMW-Tragetasche fanden sich die Startnummer nicht auf einem Papierkleber, sondern auf einem veritablen Rallye-Schild aus Kunststoff sowie zwei große metallene Ansteckknöpfe mit Namens-Aufdruck „Team Schaer“. Nach Durchsicht der Beschreibung der auf mindestens 9 Stunden veranschlagten Ausfahrt vom Samstag, mit Detailkarten auf 24 Seiten und der Ankündigung einer Vielzahl von Fragen, gab es außer meiner Gattin noch andere Partnerinnen, die vorerst Zweifel äußerten, ob sie nicht eher eine Behinderung als einen gleichwertigen Teil des „Teams“ darstellten.

Der großen Anreisedistanzen wegen fuhren diesmal nicht alle Teilnehmer auf eigener Achse zum Treffen, sondern einige wählten einen Autoreisezug, einen Autotransporter oder einen Anhänger. Erfreulicherweise erwies sich die Bezeichnung inter-national als berechtigt, erweitert sich heuer doch das bisher nur bi-national D-CH beschickte Treffen um zwei Schweden, die sich mit ihren 503-Coupés einfanden. Besondere Erwähnung verdient Calle Ahrgren, der im Alter von 82 Jahren mit einer rund 1500 km langen Anfahrt auf eigener Achse zwei weitere Höchstwerte zu dieser Veranstaltung beitrug.

Beim Eintreffen auf dem Fleetmarkt und beim Brunch ab 11 Uhr – hemdsärmlig unter freiem Himmel – erfuhren wir aus der von Killy Kumberger (KK) überreichten Kopie auf dem Hamburger Abendblatt, daß am Vortag durch ein Farbbild von seinem roten Coupé und durch ein ausführliches Interview mit Konterfei von Graf Goertz die Öffentlichkeit auf unseren Anlaß aufmerksam gemacht wurde.

Nach dem Brunch war es den Teams freigestellt, sich mit wenigen Schritten vom Hotel zu den größten und wohl schönsten überdachten Einkaufspassagen Europas, zu den Baudenkmälern der Innenstadt, zur berühmten Promenade am Jungfernstieg oder von dort aus zu einer Alsterschiffahrt zu begeben.

Alle fanden sich wieder beim Cocktail, von welchem sie um 18 Uhr direkt durch die Restauranttüre auf den hoteleigenen Bootsanlegeplatz treten konnten, um das für uns reservierte Schiff zu „entern“. Während der Fahrt auf der Alsterfleet begrüßte KK die Schar, stellte seine fünfköpfige Helfer-Equipe vor und forderte dazu auf, vorerst über das Buffet herzufallen. Nach wenigen Minuten schon stoppte unser auf offenem Deck befindlicher Speisesaal, um in der Schaartorschleuse auf das einige Meter tiefere Niveau der Hafenelbe gesenkt zu werden.

Auf der zweieinhalbstündigen Rundfahrt durch die Speicherstadt, entlang eines Teils der 68 km messenden Kais mit den Krananlagen zum Löschen und Laden der jährlich rund 13i000 Seeschiffe aus aller Welt und um die riesigen Schiffswerften und Schwimmdocks herum, erläuterte der Kapitän diese nicht nur fachkundig und mit exakten Zahlen, sondern auch mit witzigen Kommentaren.

Nach dem Genuß der vielfältigen und ausgezeichneten Speisen und dem Verfolgen der Erläuterungen zur freien Rund-umsicht brachte KK noch einige Bemerkungen zum Programm und zur morgigen Fahrt an, bevor wir im Gebiet des Freihafens in der Nähe des „Neuen Metropol Theaters“ anlegten. Dort hatte KK für uns reihenweise Plätze gebucht für die um 21 Uhr beginnende Aufführung des Rock’n‘ Roll-Musicals über die von 1956-59 dauernde Story des „Buddy Holly“. Das Publikum ließ sich von dieser Musik aus den Entstehungsjahren unserer 503er von den Sitzen reißen, während ich mir überlegte, daß die Darbietung wohl deshalb in einer Halle mit Zeltdach stattfinden muß, weil ein gemauertes Gebäude von den dröhnenden Rock’n‘ Roll-Rhythmen zum Auseinanderbersten gebracht würde …

Über den deutschen Oldtimer-Veranstaltungen hing seit dem 1. August ein Damoklesschwert in Form des „Ozongesetzes“. Doch zu unserer großen Verwunderung wurden wir von der Polizei nie als Führer katalysatorloser Fahrzeuge gestoppt, sondern als Musical-Besucher nach Vorstellungsende gegen Mitternacht daran gehindert, wieder ins Freie zu treten und auf dem Schiff ins Hotel zurückzukehren. Begründung: Chemieunfall im Hafengebiet. Die Besatzung der Streifenwagen bewegten sich jedoch während der ganzen, schließlich eine volle Stunde dauernden Quarantäne ohne Schutzmasken draußen hin und her, weshalb der Verdacht auftrat, sie seien am Mehrumsatz des Hallenrestaurants beteiligt.

Am Samstagmorgen wurden auf dem Fleetmarkt – außer dem Coupé des Organisators – 22 BMW 503 zum Start um 9 Uhr bereit gemacht. Davon nahmen 10 erstmals an einem 503-Treffen teil. Einer der Angemeldeten hatte bedauerlicherweise auf der Anfahrt einen Motorschaden erlitten und von zwei anderen blieb man ohne Nachricht.
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Die Bedenken meiner Copilotin, aus dem Großstadtzentrum heraus durch den Elbtunnel bis zum Stop 1 zu finden, erwiesen sich dank der detaillierten Kartenkopien im „Bordbuch“ als gegenstandslos. Die Aufmerksamkeit der Mitfahrerin konnte sich aber auf der ganzen Ausfahrt nicht auf das Kartenlesen beschränken, war doch auf der Fahrtbeschreibung fast zu jedem Planblatt eine der 19 Frage-Nummern notiert, deren Text auf dem beim Start erhaltenen Bogen zu lesen war. Diese Frage konnte in der Regel nur auf jenem Streckenabschnitt durch gute Beobachtung oder durch Anhalten, Aussteigen und sich informieren beantwortet werden. Damit erreichte KK zudem, daß wir uns der Besonderheiten der Landschaft besser bewußt wurden und uns auch wieder mal die Beine vertreten mußten.

Die Voraussicht Kumbergers bewährte sich auch anderweitig, traten doch schon auf der ersten Teilstrecke bei einem der Teams elektrische Probleme auf, zu deren erfolgreichen Lösung unser Hamburger Freund Alfred Rumrich ausrückte. Er hatte sich nämlich in sehr verdankenswerter Weise für den Pannendienst zur Verfügung gestellt und sein weißes 503-Coupé mit einer Rumrich-Damen-Equipe auf die Ausfahrt geschickt.

Die Fähigkeiten der Teams, die 19 Fragen zu den Sehenswürdigkeiten an der Strecke sowie die je 15 Zusatzfragen über größtenteils historische Kühlerfiguren und BMW-Modelle richtig zu beantworten, schätzte KK sehr hoch ein. Deshalb stellte er am 1. Stop eine Sonderaufgabe, die im Falle gleicher Gesamtpunktzahl zur Entscheidung herbeigezogen wurde: Die geringere Abweichung zwischen dem geschätzten Gewicht des mit Besatzung und Ladung auf die Waage am Hauptzollamt Waltershof gefahrenen 503 und der amtlichen Wägung.

Auf dem Südufer der Elbe gelangten wir aus dem Bundesland Hamburg für einige Kilometer auf niedersächsisches Gebiet. Ein Schiff voller BMWs hat man auch schon gesehen, aber auf der Elbfähre Hoopte-Zollenspieker war die Novität eines Bootes voller 503er zu registrieren. Längere Strecken führten darauf abwechslungsweise durch Schleswig-Holstein und das ehemals ostdeutsche Mecklenburg-Vorpommern. Nicht alle der dabei zu lösenden Aufgaben können Erwähnung finden. Beim Stop 4 vor dem Forsthaus Friedrichsruh war herauszufinden, wann hier auf seinem Ruhesitz im Sachsenwald Reichskanzler Bismarck gestorben ist. Aber nicht nur solche Fakten, sondern auch Mythen wurden uns zur Aufgabe gestellt: „Wie heißt der Schloßgeist im Schloß Schwerin?“.

Weil es bis dortin die Kleinigkeit von 90 km zu fahren galt, wurden wir auf die BAB 24 beordert – und damit es uns dabei nicht langweilig würde, sollte der Umschlag mit den ersten 15 Zusatzfragen geöffnet werden. Von KK waren wir nicht nur mündlich genau instruiert, daß die 503er in Schwerin ausnahmsweise auf der Schloßbrücke parkieren dürfen, sondern jedes Team war mit einer Kopie des Bewilligungsschreibens vom hiefür zuständigen Landtag Mecklenburg-Vorpommern ausgerüstet.

Zum allumfassenden Vorhaben Kumbergers gehörte auch, seinen Freunden zu zeigen, wie schön es an der Ostsee sein kann. Dies gelang ihm, indem er den Stop 6 für die Mittagessenspause erst zwischen 14 und 15.30 Uhr im Golfhotel in Hohen Wieschendorf an der Wismarer Bucht geplant hatte. Die Erneuerung fester und besonders der flüssigen Körperbetriebsstoffe war dringend, denn die Schatten der schönen ostdeutschen Baumalleen konnten die Saunahitze im Coupé nur vorübergehend mildern.

Die von den meisten Teams bis hieher bereits eingefahrenen Rückstände auf seinen Zeitplan bewogen KK schon hier, das Dinner um eine Stunde hinauszuschieben. Beim Stop 7 neben der Ruine eines DDR-Wachturms nahe von Schwanbeck konnte uns ein Einheimischer unsere Meinung bestätigen, daß sich der in 8 km Entfernung zu erblickende Hotel-Hochbau in Travemünde befindet und uns dessen – auf dem Fragebogen zu notierenden – Namen „Maritim“ verraten. Angesichts unserer Schweizer Kontrollschilder erzählte er begeistert von seiner mehrmaligen Teilnahme am Bieler 100-km-Lauf. Zu guter Letzt sollte beim Stop 8 am weltbekannten Holstentor in Lübeck wohl noch unsere Gymnasialbildung auf die Probe gestellt werden, indem wir die deutsche Übersetzung der lateinischen Inschrift zu Papier bringen sollten. In Ermangelung einer altsprachlichen Schulung verließen wir uns aber – mit Erfolg – auf die Interpretation der Betreiberin des nahegelegenen Kiosk.

In diesem von bereits 280 Tageskilometern reichlich verschwitzten und ermüdeten Zustand wären wir von hier auch ohne die Anweisung des Bordbuches auf dem distanz- und zeitmäßig kürzesten Weg via die BAB 1 direkt ins Hotel nach Hamburg gefahren. Aber völlige Entspannung hatte KK auch auf diesem Schlußabschnitt noch nicht vorgesehen, verlangte er doch jetzt die Beantwortung der zweiten 15 Zusatzfragen.

Nach der heute ausgiebigen Praxis mit meinem – zugegebenermaßen – nicht besonders bequemen Kartenbrett mit Klammern auf ihrem Schoß mußte meine, in der Charge als Rallye-Copilotin debütierende Gattin, doch eingestehen, daß die Aufgabe der fast gleichzeitigen Konsultation von Fahrtbeschreibung, Detailplan, Fragebogen und Übersichtskarte anders kaum zu bewältigen gewesen wäre.

Nicht nur dieses Utensil bewährte sich heute erneut, sondern auch der von mir schon immer sehr geschätzte Hebel zum Umschalten auf die Benzinreserve erfüllte wieder einmal einwandfrei seine Funktion, so daß ich gleich die nächste Tankstelle ansteuern konnte und keine Spekulation darüber eingehen mußte, ob der verbleibende Tankinhalt bis zum Steigenberger Hotel reichen würde.

Trotz meiner Höllstern-trainierten Ausdauer auf Langstreckenfahrten mußte ich nach den heutigen 343 km der Ansicht meiner Ehefrau beipflichten, die Grenzen dessen ausgekostet zu haben, was an einer Oldtimer-Wochenendausfahrt verkraftbar ist. Na ja, in allen Sparten sollte man mal erfahren, wie weit man äußerstenfalls gehen kann und später erinnert man sich nur noch mit Stolz: Wir haben’s geschafft!

Am Ziel auf dem Fleetmarkt erwartete uns unser Ehrengast, der 81jährige Al-brecht Graf Goertz, der sich sichtlich erfreut und lebhaft mit den sukzessive eintreffenden Teilnehmern über Vergangenheit und Gegenwart des von ihm kreierten schönsten Autotyps unterhielt. Hier war auch wieder das NDR-tv-Team präsent, welches einen Teil unserer Ausfahrt im Cabriolet eines Teilnehmers begleitet hatte. Das an unserer Veranstaltung Gesehene und Gehörte erwies sich offenbar als nicht besonders geeignet für die tendenziöse ARD-Sendung „Wer bremst, verliert. Die Deutschen und ihre Autos“, weshalb nur wenige Sekunden davon am 13. September zur Ausstrahlung kamen.

Die nächste Kulmination unseres Treffens hatte KK auf einen auch topografischen Höhepunkt verlegt: In die „Tower Bar“ des „Hotel Hafen Hamburg“. Von dieser aus genossen wir mit unserem Ehrengast die mit den unzähligen Lichtern in der Dämmerung besonders attraktive, unbehinderte Rundsicht über die Altstadt, das riesige Hafengelände und hinüber bis zum Vergnügungspark bei der Reeperbahn. Doch nicht genug: Zum Dinnerbuffet im Turm wurde uns auf dem gegenüberliegenden Elbufer auch noch ein großes Feuerwerk geboten. Ich habe zwar nicht nachgefragt, aber es würde mich nicht wundern, wenn auch dies von KK arrangiert worden wäre …

Derweil plackten sich KK und seine Ines an der Bar mit der Auswertung der abgegebenen Fragebogen ab, um die bereitgestellten schönen Deckelkrüge mit Bild des Hamburger Hafens in der richtigen Reihenfolge der zunehmend reichhaltigeren Verzierung austeilen zu können. Damit stieg auch die Spannung, ob wohl wiederum der Sieger die Organisation des nächstjährigen Treffens übernehmen würde.

Der dritte Platz ging an den Routinier Christoph Schmidt, der zweite wurde vom Newcomer Reinhard Kleissler aus Freiburg belegt und die größte Trophäe wurde vom erstmals teilnehmenden Maximilian Heiden erobert. Und er antwortete: Ja! Bei ihm und dem Drittplacierten ist das 1996er Treffen fest in Münchner Händen – dort, wo es im 40. Jahr nach dem eigentlichen Serienbeginn der 503er hingehört und wo es sicher auf die Mitwirkung der „Mobilen Tradition“ des BMW-Werks zählen darf.

Ursprünglich wollte KK am Sonntag unsere Oldtimer, nach einer kleinen Ausfahrt, zu einem publikumswirksamen Empfang mit Neuwagen der Hamburger BMW Niederlassung zusammenführen. Daß letztere dies schließlich doch absagen mußte, läßt die Existenz eines Virus vermuten, der Kontakte zwischen Niederlassungen und BMW 503 verhindert …

Umso mehr verwöhnt wurden die Teilnehmer durch unseren Freund und BMW-Vertragshändler Alfred Rumrich, der schon am Start zum samstäglichen Rallye jedem Team nicht nur ein blaues BMW 503-Cabriolet in 1/3-Normalgröße ‚Limited Edition‘ als „kleine Aufmerksamkeit“ verehrte – allerdings aus 100% Baumwolle -, sondern auch noch zwei BMW-Porzellantassen, um auf diesem Badetuch auch stilgerecht Kaffee trinken zu können.

Vor der – auf bescheidene 6-7 Stunden kalkulierten – gemütlichen Sonntagsausfahrt fanden im Wagenrund auf dem Fleetmarkt angeregte Gespräche und Fahrzeugvergleiche statt, bis man sich angesichts der längst überschrittenen Abfahrtszeit doch losreißen und von Graf Goertz und all jenen verabschieden mußte, die ihre Heimreise nicht erst am Abend oder folgenden Morgen antreten konnten.

Kumbergers Fahrtbeschreibung führte uns nach Norden über Itzehoe und den Nord-Ostsee-Kanal zur Friedrichskoog-Spitze, an welcher wir Binnenländer vom hohen Deich aus unter sengender Sonne erstmals das Wattenmeer sahen. Einige wagten sich barfuß weit in den von der Ebbe freigelegten Schlicksand hinaus. Beim nahen Fischerhafen trafen wir uns nach 13 Uhr zur rustikalen Mittagspause auf dem sog. Fischmarkt Friedrichskoog, auf welchem – mindestens um diese Nachmittagszeit – alles andere als Fische vermarktet wurde. Durch viele Kooge und Marschen und mittels einer (Gratis!)-Fähre gelangten wir danach nach Brokdorf, um auf der Terrasse des Hotels „Elbblick“ denselbigen bei einer Kaffeepause zu genießen.

Der Hitze hatten wir schon genug, der Rückstand auf die Marschtabelle war dank der ausgiebig praktizierten Gemütlichkeit auf über eine Stunde angewachsen und wir befürchteten Gefahr zu laufen, vor der Großstadt in einen Sonntagsrückkehrer-Stau zu geraten. Dies bewog uns, von Brokdorf aus direkt die nächste Autobahnausfahrt anzupeilen und die empfohlenen, landschaftlich schönen, aber verwinkelten Nebenstraßen rechts liegen zu lassen. Dennoch zeigte unser Zähler am Abend 232 Tageskilometer.

Auf dem Fleetmarkt fanden sich sukzessive noch sieben Teams und die Helfer – nach wie vor unter freiem Himmel – zum Abschiedsbuffet ein. Meinen schon damals an Killy Kumberger und seine Helfer ausgesprochenen herzlichsten Dank für die phänomenale Veranstaltung darf ich hier wiederholen.

Und aus heutiger Sicht kann ich erst noch feststellen, daß KK mit seiner Terminwahl völlig recht behielt, denn am darauffolgenden Wochenende herrschte Regen und Kälte.

Hanskonrad Schaer

5. internationales BMW 503-Treffen

vom zweiten bis zum vierten September 1994 in Großbettlingen bei Stuttgart, Deutschland.

Auf unserer kurzen Anreise an den Fuß der Schwäbischen Alb sprangen die letzten Regentropfen an der steilen Frontscheibe ab. Initiator, ES-EL 503-Eigner Jürgen Brixner und seine liebenswürdige Frau Brigitte hatten Spätsommersonne bestellt und für fast 30 503-Fahrer � soviele waren noch nie beisammen � begann ein Bilderbuch-Wochenende.

Die Schweiz liegt dort nah und so waren acht eidgenössische Fahrzeuge dabei. Darunter befand sich eine echte Rarität, ein rechtsgelenktes Exemplar der Spezies 503: Ein anglophiler helvetischer Erstbesitzer hatte vor Zeiten in München diese Variante geordert gehabt. Rund zehn Teilnehmerfahrzeuge mehr als bei vorangegegangen Treffen wurden gezählt. Einige unbekanntere Teams traten erfreulicherweise neben den Routiniers in Erscheinung. Dies verlange der Organisations-Mann- und Frauenschaft, allen voran auch dem V8-Registerschreiber Wolfgang Niefanger, letzten Einsatz ab. Unvergeßlich dessen Barockengel-Taxi-Transfer für Spätankommende! Der berühmte Schwäbische Fleiß und die weitere Tugend der Perfektion ließen bei allen Teilnehmern die besten Eindrücke zurück.
Es begann in >>Brixis<< reizend geschmückter Fahrzeughalle, einer wahren >>Puppenstube<<. Hier stärkten sich die Neuankommenden in ungezwungener Atmosphäre bei einem schwäbischen Vesper, dem es an nichts mangelte.

Andertags gaben Morgennebel wie auf Bestellung den schwäbischen Albtrauf frei zur überaus genußreichen touristischen Ausfahrt ohne Fahrprüfungshindernisse.
Auch eingefleischte Schwaben entdeckten links und rechts der Autobahn sehenswertes Neuland!
Zwei Durchfahrtskontrollen warteten mit ihren Fragebögen rund um das Thema 503 auf ihre unwissenden Opfer. Wohl dem, der das neue V8-Sporttypen-Buch von Seeliger, wenn nicht schon im Kopf, so doch zum >>Nachspicken<< an Bord hatte! Die berühmte Frage nach dem; >>Wo ist Behle<<? Beantwortete sich auf der zweiten DK. Unser bewährter Clubfunktionör Günter Behle unterstützte die einheimischen Ausrichter und hatte dabei seine Gaudi.
Von der Alb gings hinunter in prächtige schwäbische Weinland und in die dort eingebettete weltälteste Autofabrik, wo wir an diesem Tag auch eine Art Automobilhistorie schrieben: Es war uns erlaubt worden, unsere so zahlreich vorgeführten Münchner Kindl vor dem imposanten Automobilmuseum der Schwaben publikums- und pressewirksam gleich schönen Perlen aufzureihen. Welch großmütige Geste der Konkurrenzfirma, die fast einmal just zur Geburtsstunde vieler unserer automobilen Untersätze anno 1959 deren >>Pflegevater<< geworden wäre! Sogar Daimler-Benz-Museumschef Geritt von Pain ließ es sich nicht nehmen, in einem launigen Vortrag die Traditionspflege über Markengrenzen hinweg hochleben zu lassen. Das war Balsam für unsere BMW-Veteranenherzen. Aboluter Höhepunkt war dann das Erlebnis automobiler Urgefühle: Die Daimler Motor-Kutsche von 1886 wurde eigens für uns in Bewegung gesetzt � und ab ging die Museumspost mit Jürgen Brixner als begeistertem Beifahrer, dem wir dieses Vergnügen aus Dankbarkeit von Herzen gönnten.
Unser Freund Hanskonrad Schaer, Senior am Volant und Organsiator des letztjährigen Treffens, feierte während der Rückfahrt von >>Mercedes-Tempel<< ein außergewöhnliches Jubliäum:

Hanskonrad Schaer hat in seinem vor knapp 40 Jahren von ihm neu erstandenen Coupe den Kilometerzähler über die 200.000-Marke springen lassen.
Wohlverstanden: Herr Schaer suchte damals im Autosalon zu Genf einen Wagen, in dem er mit seiner stattlichen Größe von 1,91 m bequem Platz nehmen konnte!
Zusammen mit einigen Clubfreunden feierte er das Jubiläum stilgerecht: Um das hellblaue Objekt seiner jahrzehntelangen Fahrfreude geschart, mit einem Gläschen Champagner, den der stets bestens organisierte Eidgenosse eigens aus der Schweiz mitgebracht hatte.

Wir wünschen ihm und seinem 503er namens aller Liebhaber unseres Modells einen weiterhin gesunden langen Atem!

Ein feines Diner im Saal des vorzüglichen Hotels rundeten den ereignisreichen Samstag ab. Vor dem Ausklang dann in den gemütlichen Kellergewölben die Siegerehrung. 503-Fan Killy Kumberger mit siner Copilotin Ines aus Hamburg wurden freudestrahlend mit dem Pokalgewinn gekürt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Teams Gontersweiler aus der Schweiz und der Dortmunder Ebersold. Die ganze >>Zeremonie<< wurde vom Veranstalter, dem Günter Behle gar noch das silberne Sportabzeichen des Clubs verleihen könnte, ganz locker über die Bühne gebracht � kein Wunder, daß sich in dieser Runde alle wohlfühlen mußten!
Jeder war neugierig auf das sonntägliche Restprogramm mit nahem und sehenswertem Ziel : Das originelle Boxenstop-Museum in Tübingen. In den allgemeinen Abschiedstrubel brachte ein Südwestfunk-Fernsehteam zusätzliche Aufgeregtkeit.
Fazit : Um die Zukunft deses Modelltrffens braucht man sich bei soviel sympathischen TeilnehmerInnen nicht zu sorgen. Dennoch die bange Frage: Wird uns der diesmalige Sieger als Ausrichter der nächsten Veranstaltung an die Waterkant lotsen ? � Wir aus dem >>wilden Süden<< werden gleichermaßen gelassen und hoffnungsvoll diesem geografischen Richtungswechsel entgegensehen!

Regula und Dr. Hans D. Schwertfeger

4. internationales BMW 503-Treffen

vom 25.6.93 – 27.6.93 in Feusisberg/Zürichsee, Schweiz

5 Seen

0 Autobahnen

3 Berge, 5 Kantone

0 Scherzfragen

3 Arbeitsposten

Freitag: Ankunft der Teilnehmer beim Panorama Hotel in Feusisberg, hoch über dem Zürichsee. 19 Teilnehmer – Glück mit dem Wetter – Fahrer und Beifahrerbesprechung – 2. Erläuterung der Orientierungs- und Bildersuchfahrt mit umfangreichem Bordbuch.

Samstag: Um 8 Uhr Start im 2 Minuten Abstand – ohne Zeitwertung. Von Feusisberg über Hütten, Inkenberg zur Zisterzienserabtei in Kappel. dann zum Seleger Moor bei Rifferswill mit schöner Rast – Wanderung durch leider schon verblühte Rhododendronkulturen, weiter nach Schloß Konau zur Abtei Frauental um anschließend die mächtig gedeckte Holzbrücke über die Reuß zu suchen – und finden !

Ein charakteristisches Luzerner Bauernhaus bei Meierskappel war nun an der Reihe, dann die Astrid Kapelle bei Küssnacht am Rigi.
Endlich verdiente Mittagspause auf der Seebodenalp bei Küssnacht. – Kontrollstempel!

Weiter zum Dorfbrunnen bei Arth, zum Lanerzer See mit Insel Schwanau, dann nach Schwyz, bildschöne Fassadenmalereien am Rathaus von 1891, nun über die Paßhöhe Iberberg zum Benediktinerkloster in Einsiedeln.

Die letzte zu bewältigende Etappe war die Kapelle St. Meinrad auf der Paßhöhe des Etzel, dann nacheinander Eintreffen mit letzter Prüfung am Parkplatz des „Hotel Panorama“.

An allen Orten der Durchfahrtskontrolle mußte je eine Aufnahme mit der Sofortbildkamera gemacht und ins Bordbuch geklebt werden.

Nach gemütlichem Abend-Diner, Rangverkündung, und Verteilung der Ehrenpreise – Herr und Frau Brixner hatten die wenigsten Strafpunkte und waren somit Sieger.

Herrn Schaer, sowie der Familie Brodowski herzlichen Dank für die viele Mühe zu dem in jeder Beziehung gelungenem – bestens organisiertem Treffen.

Gabi und Franz Schöfmann

Drei-Seen-Fahrt ins Tessin ’92

vom 28.6.92 – 1.7.92 — durchs Tessin-Veltlin und durch Südtirol


Einen seiner Träume erfüllte sich unser BMW Freund Dr. Hans-Dieter Schwertfeger, und wir 14 Sympathisanten profitierten davon.

Es war eine herrliche Fahrt mit sechs 503ern und einem leider wegen Motorschadens verhinderten “ Leihwagen“- Mitfahrer. Am Freitag Anfahrt nach Kempten mit gemütlichem Abendessen im Haubenschloss zum Kennenlernen und Ratschen.

Am Samstag fuhren wir nach gemeinsamen Frühstück bei strahlender Sonne, die uns auch die nächsten Tage begleiten sollte, los in Richtung Tessin. Ein Oldie- Liebhaber- Augenschmaus zum zweiten Frühstück war der Abstecher ins Fritz B. Busch- Auto- und Motorradmuseum in Wolfegg. Wir konnten ca. 200 interessante Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen besichtigen, und beim anschliessenden Brunch stärkten wir uns für die Weiterfahrt. Die erste Bewährungsprobe für unsere 503er war die Fahrt über den S. Bernardino-Paß. Drei Fahrzeugbesitzer zogen es aus thermischen Gründen vor, den Tunnel zu benutzen. Nach erfolgreicher Überwindung des Passes trafen wir uns zum Kaffee wieder und machten uns auf den Weg zum Etappenziel dieses Tages, Ascona am Lago Maggiore. Ein herrliches Hotel erwartete uns und ein erfrischendes Bad im Pool mit anschliessendem feinem Abendessen. Für Nimmermüde stand ein Bus bereit, der uns zum Jazz- Festival nach Ascona brachte. Ein tolles Erlebnis, welches bestimmt nicht alltäglich ist.

Nach einer viel zu kurzen Nacht sammelten wir uns zur Weiterfahrt nach Morcote am Luganer See. Der Weg dorthin führte uns den Lago Maggiore entlang, vorbei an herrlichster Vegetation. Ein uns entgegenkommender Automobilist war trotzdem so fasziniert von unseren schönen 503ern, dass er auf seinen Vordermann mit Karacho auffuhr…. In Canobbio besuchten wir einen BMW Freund, der dort einén wunderbaren Campingplatz betreibt. Bei erfrischenden Getränken und schmackhaften Pizzas rüsteten wir uns zur Weiterfahrt. In Intra setzten wir mit einer Fähre über den Verbano nach Laveno. Nicht, daß es unsere Oldies nicht geschafft hätten, um den See zu fahren – nein, unser Dr. Schwertfeger liebt es nunmal, mit Autofähren überzusetzen, und auch wir fanden es toll. Nun ging es weiter durch das herrliche Tessin nach Morcote. Wieder alles bestens organisiert, Parkplätze reserviert, schönes Hotel direkt am Luganer See. Gemütliches Abendessen, Spaziergänge, Besichtigung der schönen alten Kirche oder ein erfrischendes Bad im Pool.

Am Dienstag Weiterfahrt über Melide, Marogia hinauf nach Lanzo d`Intelve. Vom nahe gelegenen Bergrücken Sighignola aus hatten wir einen berauschenden Rückblick auf den Luganer See. Wieder hatten wir einige Höhenmeter überwunden, aber die Strecke war wie schon seit Tagen vom Organisator so ausgetüftelt worden, dass kurz vor dem „Kochen“ des Kühlwassers das nächste Ziel erreicht war. Wieder bergab über Scaria, Schignano mit einem bezaubernden Blick auf den nun vor uns liegenden Comer See nach Argegno. Den See entlang, vorbei an der Isola Comacina und der Villa Balbianello – paradiesisch. Wieder zurück über Argegno nach Cernobbio zur Villa d`Este. Ein Erlebnis der Park, die Villa, der See, aber vor allem das Mittagessen im Grand Hotel Villa d`Este. Aber auch für die anderen Gäste und die Angestellten der Villa gab es einen Augenschmaus: unsere 503er im Schatten der Platanen vor der märchenhaften Kulisse des ehemaligen Fürstensitzes. Die Villa d`Este soll übrigens zu den zehn besten Hotels der Welt zählen. Unser besonderer Dank an dieser Stelle Herrn Haerle, Copilot von Dr. Schwertfeger, der diesen Aufenthalt arrangiert hatte. Ein Mittagsschläfchen nach dem köstlichen Menue war uns nicht gegönnt. Wir fuhren, nachdem wir den herrlichen Park noch kurz genossen hatten, weiter über Bellano und die Abtei Piona ins Veltin. Jenseits des Tonalepasses gelangten wir nach dann schon etwas strapaziöseren Fahrstunden nach Südtirol, wo wir uns im Hotel Elefant in Brixen beim wohlverdienten Abendessen erholten. Fröhlich war dann die Auflösung des 503 – Quiz. Nicht jeder wussßte alles von seinem Liebling, und auch vom Designer Graf Goertz war nicht alles in den Köpfen gespeichert. Er möge es uns verzeihen.

Am Mittwoch nach dem Frühstück löste sich die wirklich herzlich nette bunt zusammengewürfelte Gruppe Deutscher, Österreicher und Schweizer auf, und wir glauben, jeder fuhr nach Hause mit der Hoffnung auf eine baldige wieder so in jeder Beziehung geglückte Ausfahrt. Im Namen aller Teilnehmer – Teams Brodowski, Gehrmann, Kreter, Kumberger und Wohlmann – bedanken wir uns nochmals ganz herzlich bei Dr. Schwertfeger für diese unbeschwerten Urlaubstage.

Gabi und Franz Schöfmann

3. internationales BMW 503-Treffen

vom 04.09.92 – 06.09.92 in Untermeitingen, Deutschland

13 wunderschöne 503er nahmen am diesjährigen Treffen teil, welches von der Familie Licht ausgerichtet wurde. Begrüßung war am Freitag, bei Sonne, Graupelschauer und Sturm im neu erbauten , bezaubernden Giebelhaus der Licht’s bei Kaffe, Tee und feinen Kuchen. Am Abend bezogen wir unsere Quartiere in der „Unteren Mühle“, ein romantisches Anwesen mit schönem, repräsentativem Parkplatz, passend für unsere Fahrzeuge. Nach einem gemütlichen Abendessen sahen wir uns Ausschnitte aus dem Film „Wem die Meute hetzt“ an, in welchem der Hauptdarsteller ein 503er ist. Besten Dank dafür unserem Herrn Schaer aus der Schweiz.

Am Samstag, bei nahezu winterlichen Temperaturen und Dauerregen starteten wir um 9 Uhr zur „Staudenfahrt“. Bei schönem Wetter eine echte „Oldie-Landschaft“. Angefahren wurde u.a. der Walfahrtsort „Maria Vesperbild“, das Fuggerschloß Kirchheim und das Kloster Oberschönenfeld. Abschließend prüften wir noch bei einem lokalen BMW-Händler auf dem Prüfstand, ob die Motor-Leistungsdaten im KFZ-Brief mit der Realität übereinstimmten. Abend’s in der Mühle dann ein wohlverdientes, wunderbares Abendessen mit Musik und anschließender Preisverleihung für die Geschwindigkeitsprüfung, welche während der Staudenfahrt mit einigen Hindernissen zu bewältigen war. Außerdem stellte Markus Licht eine neue 503-Lektüre vor, welche er in Arbeit hat und noch gerne interessante Beiträge dafür entgegennimmt.

Sonntags war bei weißblauem Himmel nach dem Frühstück durch Herrn Licht die Verabschiedung. Er bedankte sich für die Teilnahme und übergab jedem Team zur Erinnerung eine Foto-Kollage vom Treffen. Gemeinsam fuhren wir dann zur Stadtbesichtigung nach Landsberg am Lech. Bei Zwiebelkuchen und Federweißem ließen wir das Treffen ausklingen. Im Namen aller Teilnehmer bedanken wir und ganz herzlich bei der Familie Licht für die große Mühe, die sie sich mit dem gut organisierten Treffen machten.

Gabi und Franz Schöfmann 

2. internationales BMW 503-Treffen

vom 11. – 13. Mai 1990 in Seeon am Chiemsee

Freitag: Ankunft Hotel Schanzenberg – Museum

Nach unserem ersten Treffen 1989 in Langenburg mit ca. 15 Fahrzeugen, konnten wir beim heurigen Treffen mit ca. 25 BMW 503 aufwarten. Tendenz steigend!

Eintreffen war Freitag der 11. Mai bei Maik Hirschfeld im Hotel Schanzenberg. Zu einem Begrüßungsdrink im hoteleigenen Oldtimermuseum erläuterte uns Maik seine imposante Sammlung. Danach stärkten wir uns beim gemeinschaftlichen Abendessen und genossen das Wiedersehen mit „Gleichgesinnten“.

Samstag: Ausfahrt

Am Samstag starteten wir nach dem Frühstücks – buffet um ca. 9.00 Uhr nach Gstadt. Von diversen Wolken ließen wir uns unserer gute Laune nicht verderben, Mit dem Chiemseedampfer setzten wir auf die Inseln Herrenchiemsee (Besichtigung des König Ludwig-Schlosses) und Frauenchiemsee (Rundgang um die Insel) über. Mittags fuhren wir dann wieder zurück zum Hotel Schanzenberg zum gemeinsamen Mittagessen. Anschließend ging es los zur Ausfahrt. Um den Chiemsee und die Seeoner Seenplatte ging’s, dann weiter zum Tatzelwurm, eine wunderbare Ausfahrt, die Maik uns ausgesucht hatte. Das alles bei strahlendem Sonnenschein. Zur Buffeteröffnung im Oldtimermuseum waren alle Teilnehmer wohlbehalten zurück. Bei Tanz und lustigen Spielchen mit anschließender Siegerehrung klang der Tag aus. Wie schon am Vortag : „Open end“ an der gemütlichen Hotelbar.

Sonntag: Weißwurstessen und Besuch der Raubritterburg

Ausgeschlafen (oder auch nicht!?) trafen wir uns am Sonntag zum Frühstück. Das Wetter meinte es gut mit uns, so konnten wir das anschließende Weißwurstessen auf der wunderschönen Hotelterrasse genießen. Anschließend ging’s nach Stein an der Traun zur legendären Raubritterburg, wo angeblich Heinz von Stein sein Unwesen trieb. Nach der Besichtigung der gruseligen Burg verabschiedeten sich die 503-Freunde nach einem Treffen, welches man wirklich als gelungen bezeichnen kann. Dem Maik Hirschfeld nochmals ein herzliches „Vergelts Gott“

Franz Schöfmann

1. internationales BMW 503-Treffen

vom 01. – 03. September 1989 in Langenburg, Deutschland

Niemand kümmerte sich bisher um den 503

Schon lange hatte uns geärgert, daß sich niemand so recht um den 503 kümmerte. Endlich im Herbst 1988 beim 507 Treffen in der Toscana war es dann soweit:

Bei einem Gespräch mit Graf Goertz stellte sich heraus, daß auch er die etwas stiefmütterliche Behandlung des doch so schönen und aufwendig gearbeiteten 503 sehr bedauert. Spontan schlug er vor, das 1. BMW 503 Treffen, sofern sich jemand findet, der es organisiert, in Langenburg auszurichten.

503 Freund Sigfried Willer half mit

Einfach war es nicht, es zu organisieren, da ich selbst ja ca. 250 km von Langenburg entfernt wohne. Dank der Mithilfe unseres Senior 503-Freundes Siegfried Willer aus München war die Arbeit dann aber doch nur halb so schlimm. Nachdem wir in verschiedenen Clubzeitungen inseriert, einige 503 Besitzer angeschrieben hatten und die Resonanz nicht schlecht war, konnte das Treffen vom 1.-3. September 1989 stattfinden.

Farina: BMW 503 schönster Wagen der IAA’55

Am Freitag, dem 1. September, war Anreise, und am Abend schon war eine nette, gemütliche Gemeinschaft um Graf Goertz zum Fachsimpeln versammelt. Dieser berichtete uns unter anderem, daß 1955 bei der IAA der berühmte Designer Farina den 503 als „schönsten Wagen“ bezeichnete. Außerdem berichtete Graf Goertz, daß Fürst Rainer von Monaco und König Baudouin von Belgien eine der ersten 503-Besitzer waren.

15 BMW 503 kamen zusammen

Besonders freute mich das Beisein von Herrn Schaer aus der Schweiz, der sein Coupe schon seit 1957 in seinem Besitz hat. Insgesamt kamen trotz des mäßigen Wetters 15 BMW 503 zusammen.

Im deutschen Automuseum

Der Samstag begann mit der Besichtigung des Deutschen Automuseums bei Schloß Langenburg, wo uns der Graf seine Modelle und Entwurfszeichnungen erläuterte. Dort konnte auch endlich geklärt werden, daß die seitlichen Lüftungsgitter (Kiemen), mit denen einige Fahrzeuge versehen sind, niemals in einem Entwurf vorgesehen waren. Jedoch hatte das Werk aus thermischen Gründen bei der letzten Serie vereinzelt Fahrzeuge so ausgeliefert. Anschließend nahmen wir an der Schloßführung teil. Beim folgenden Mittagessen kam dann Chefredakteur Dirk-Michael Conradt von der „Motor Klassik“ und machte von den 503ern ein paar schöne Fotos für seine Zeitschrift.

Ausfahrt zum Automuseum

Nachmittags fuhren wir auf einer wunderschönen Strecke, ausgesucht von der Familie Linke, nach Öhringen in das Motor-Museum. Dort konnten wir neben einem schönen 503 auch andere interessante Oldies bewundern. Zum Kaffee trafen wir uns anschließend im Kaffee am Markt in Öhringen.

Zurück in Langenburg über Schloß Neuenstein verbrachten wir einen gemütlichen Abend im Gasthaus zur Post. Als Erinnerung wurde jedem Teilnehmer ein Poster mit dem Original Werksfoto des Prototypen 503 und der Unterschrift von Graf Goertz überreicht.

Der harte Kern machte weiter

Am Sonntag Vormittag fuhr der „Harte Kern“ nach Rothenburg a.d. Tauber zum zwar verregneten doch nicht minder lustigen Stadtbummel mit anschließender Einkehr.

503-Treffen 1990: Seeon am Chiemsee

Danach verabschiedeten wir uns am Stadttor von Rothenburg und freuen und schon jetzt auf das nächste Treffen in Seeon am Chiemsee bei Maik Hirschfeld im Oldtimer-Hotel Schanzenberg vom 11. bis 13. Mai 1990.

Franz Schöfmann